F
21. Januar 2013

Let’s make money

Ein Film von Erwin Wagenhofer

Von GAIA Webmaster,
[jwplayer file=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/Lets_make_money_erwin_wagenhofer_2008_640x480.mp4″ image=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/Lets_make_money_erwin_wagenhofer_2008_640x480.png“]
W
17. Januar 2013

Das Glücksprinzip

Trailer zum Film als DVD

Von GAIA Webmaster,
[jwplayer file=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/Das_Gluecksprinzip_Trailer_480x360.mp4″ image=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/Das_Gluecksprinzip_Trailer_480x360.png“]
Die DVD ist z.B. bei AMAZON erhältlich.
Quelle Video/Film
E
15. Januar 2013

FAIRTEC POWER BOX

Neue Heizungstechnologie

Von GAIA Webmaster,

FAIRTEC-POWER-Newsletter-2-2013Die FAIRTEC POWER BOX löst überall hitzige Debatten aus. Es stellt sich vor allem die Frage der Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu klassischen elektrischen Heizungen oder Wärmepumpen bzw. zu Heizungen mit fossilen Brennstoffen. Die Grundlagen der FAIRTEC POWER BOX gehen auf Entwicklungen in der ehemaligen UDSSR zurück. Russische Ingenieure hatten derartige Heizungen vor Jahrzehnten bei der russischen Militärflotte in U-Booten und Schiffen sowie in der Raumfahrt bei der MIR- Raumstation im Einsatz, weil sie extrem zuverlässig sind, wenig Platz benötigen und mit hohem Wirkungsgrad arbeiten.
Auf Grund dieser „prominenten“ Herkunft ist offensichtlich, dass es sich um ein besonders effizientes Heizsystem handeln muss. Kein Wunder, dass sich diverse Mitbewerber mit dieser Situation nicht anfreunden wollen und teilweise Gegenwind produzieren. Aber ist das nicht bei jeder innovativen Weiterentwicklung anfangs so? Zuerst wird man belächelt, dann bekämpft und schließlich akzeptiert und respektiert.
Lesen Sie in diesem Newsletter über aktuelle und frühere Messergebnisse. Es kann vorweg genommen werden, dass nicht Messungen während der stromintensiven Aufheizphase, sondern nur Messungen, die Langzeitwerte betreffen für die Effizienz Aussagekraft haben!
Bekanntlich ist normales Wasser ein recht schlechter Stromleiter, weshalb es auch nicht so leicht durch Strom aufgeheizt werden kann. Erst bei Zugabe von speziellen Katalysatoren und entsprechend großen Strömen, beginnt es sich zu erhitzen. Klassische Warmwasser- Heizungen sind so aufgebaut, dass das Wasser extern über einen Kessel oder Brenner erwärmt wird oder elektrisch über einen Tauchsieder. Das Wasser im Heizungskreislauf wird hier lediglich zur Weiterleitung der Wärme benutzt, weil es diese recht gut transportieren kann. Um Wärmeverluste zu vermeiden, müssen die Leitungen entsprechend gut isoliert werden.
FAIRTEC-POWER-Newsletter-1-2013Auf der Suche nach einer möglichst kompakten und effizienten Heizungstechnologie haben russische Forscher in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein System entwickelt, bei dem Wasser mit einer bestimmten Katalysatorkonzentration und damit definierter elektrischer Leitfähigkeit elektrisch schnell aufgeheizt und – entweder direkt oder über Wärmetauscher – in ein Zentralheizungssystem transportiert werden kann.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind die Patente zu dieser Thermotechnologie in Europa von Technikern ausgewertet und in Forschungszentren weiterentwickelt worden. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kann nun diese Technologie erstmals kommerziell genutzt werden. Heizungssysteme in russischen U-Booten funktionieren nach dem Prinzip der FAIRTEC POWER BOX
In einer „Black Box“ wird destilliertes und mit einem speziellen Katalysator vorbehandeltes Wasser in einem Primärkreislauf aufgeheizt und die erzeugte Wärme (70 °C) über einen Wärmetauscher auf den Sekundärkreislauf übertragen. Im Unterschied zur klassischen Widerstandsheizung, wie sie in elektrischen Boilerheizungen verwendet wird, ist die Leit- fähigkeit bzw. der ohmsche Widerstand ziemlich abhängig von der jeweiligen Temperatur und vom sog. Dissoziationsgrad. Damit kann man ca. 50 bis 80 Prozent an Heizkosten sparen. Die außerordentliche Wirtschaftlichkeit wird durch ökologische Vorteile ergänzt. Dadurch, dass die eingesetzte elektrische Energie direkt vom Strom in Wärme umgesetzt wird, kann dieses Heizsystem bis 55 % weniger elektrische Energie benötigen im Vergleich zu klassischen Boilerheizungen. Dazu kommt, dass die FAIRTEC POWER BOX bezüglich Platzbedarf, Anschaffungspreis und Energieverbrauch wesentlich vorteilhafter im Vergleich zu klassischen Heizungen ist.
Die FAIRTEC POWER BOX ist CE-zertifiziert und für eine mittlere Wassertemperatur von 70 Grad ausgelegt (max. 90 Grad) und benötigt eine Anschlussleistung von 15 kW für 220 m2 Wohnfläche. Jahrelange Erfahrungen bei Kunden im kalten Nordeuropa zeigen, dass solche Heizsysteme, die nicht verkalken können, außerordentlich zuverlässig und stromsparend arbeiten. Interessant ist auch der folgende Vergleichstest: Normale Tauchsiederboiler erreichen stets einen Wert unterhalb 100 % Wirkungsgrad. Bei der FAIRTEC POWER BOX wurde ein COP (Coefficience of Performance) gemessen, der über 100% liegt. Technisch gesehen wäre sogar ein COP von 200 % möglich. Praktisch wurde ein COP von mehr als 150% erreicht. Dies wurde von einer staatlichen Eich- und Messbehörde bestätigt, die von der EU zertifiziert ist. In diesem Messprotokoll ist festgehalten, dass mit einer Eingangs- energie von 10,54 kWh eine Wärmeenergie von 16,56 kWh erzeugt werden konnte, wobei das Warmwasser auf + 70 °C aufgeheizt worden war.
Die FAIRTEC POWER BOX mit 15 kW und drei Phasen ist in der Praxis zwei bis drei Mal billiger als irgendeine andere Art von Heizung. Mit Heizleistungen bis zu 15 kW lassen sich Räume bis zu 220 m2 (575 m3) beheizen und ersetzen somit nicht weniger als 10 Ölheizungen zu je 5 kW. Im direkten Vergleich zu klassischen Heizungen ist die Aufheiz- phase in nur 20 % der bisher erforderlichen Zeit gegeben.
Zufriedene Kunden liefern Erfahrungsberichte, wo 50 bis 80 % der Heizungskosten eingespart werden konnten. Ein Einfamilienhaus von 140 m2 wurde mit 50 Euro pro Monat beheizt, während man mit der früheren Ölheizung im Schnitt 1500 Euro für das Öl jährlich aufgewendet hatte.
Bei einer Villa mit 210 m2 sanken die Kosten von 3.500 Euro auf 1.200 Euro (vorher Öl, jetzt Strom). Abgesehen von den laufenden Einsparungen sind der kompakte Einbau und der sehr geringe Wartungsbedarf ein Argument für viele Käufer dieser innovativen Technologie. Die Verbrauchskosten sind mit jenen der modernsten Wärmepumpen vergleichbar, doch die Anschaffungskosten sind bei der Power Box deutlich günstiger.
Bei einem Wohngebäude in der Schweiz lag der Energieverbrauch der alten Ölheizung bei 175 kWh/m2 pro Heizperiode, mit dem neuen Heizsystem wurden nur noch 95 kWh/m2 benötigt. Generell ist also davon auszugehen, dass mit der FAIRTEC POWER BOX jährliche Einsparungen von 50 bis 80 % erzielt werden können.
Bei einem Haus mit guter Wärmedämmung und einer Fläche von ca. 120 m2 sind mit Verbrauchswerten von 2000 bis 2500 kWh/a oder Stromkosten von 365 bis 430 Euro pro Jahr zu rechnen, knapp € 1,- pro Tag. Im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung, bei der ohne weiteres 2.500,- bis 3000,- Euro pro Heizperiode aufzuwenden sind, ergeben sich tatsächliche Einsparungen von bis zu 80 % per anno. Die genannten Einsparungen basieren auf Verbrauchsaufzeichnungen über mindestens eine komplette Heizperiode.
Noch ein Vorteil: Bestehende Holz-Kohle-, Pellets-, Öl- oder Gaskessel können im Bereitschaftszustand bleiben oder auch komplett ersetzt werden. Räumlichkeiten für Heizmaterialien und Kamine sind nicht mehr erforderlich. Kamingebühren entfallen ebenso.
Achtung: Kurzzeitmessungen in der Aufheizphase geben unzureichend Aufschluss über Verhalten und Effizienz der FAIRTEC POWER BOX im Langzeitbetrieb. In der Regel schaltet das System bei einer eingestellten Raumtemperatur von 21 Grad nur fünfmal in der Stunde für jeweils ca. 1 Minute ein, was zu einem mittleren Verbrauch von rund 300 W/h führt. Der mittlere Verbrauch bei einer Wohnung mit 100 m2 liegt bei rund 1,5 kW. Je nach Bauart und Isolierung einer Wohnung können die Verbrauchswerte höher oder tiefer liegen.
Unter Berücksichtigung der Erfahrungswerte, die mit solchen Heizsystemen in den letzten Jahren gesammelt wurden, ist davon auszugehen, dass der durchschnittliche Strom- verbrauch solcher Heizsysteme weit unterhalb jener von klassischen Nachtspeicher- heizungen oder üblichen Elektroheizungen liegt. Kurzzeitmessungen sind nicht aussagekräftig, erst Langzeitmessungen werden alle Vorteile ans Tageslicht bringen!
Am besten, Sie machen Ihre Aufzeichnungen selbst und sammeln über einen längeren Zeitraum Ihre eigenen Erfahrungen mit der umweltfreundlichen FAIRTEC POWER BOX! … © FAIRTEC POWER, Newsletter 01-2013

GAIA
13. Januar 2013

Aussendung GAIA Vorstand

Protokoll

Ort Verein GAIA Zentrale
Von GAIA Webmaster,

Bitte behandle Protokolle vertraulich und verwende sie nur zu Deiner Information. Du bist nicht berechtigt, die hier angehängten Dokumente weiterzugeben. Insbesondere untersagen wir ausdrücklich die Weitergabe an Nichtmitglieder. Mit dem Download der Protokolle erteilst Du dieser Vertraulichkeitsbestimmung Deine volle Zustimmung. Wir werten diese Downloads elektronisch aus.

GAIA
03. Januar 2013

Sitzung GAIA Vorstand

Protokoll

Ort T4L GmbH, Schulungsraum EG
Von GAIA Webmaster,

Bitte behandle Protokolle vertraulich und verwende sie nur zu Deiner Information. Du bist nicht berechtigt, die hier angehängten Dokumente weiterzugeben. Insbesondere untersagen wir ausdrücklich die Weitergabe an Nichtmitglieder. Mit dem Download der Protokolle erteilst Du dieser Vertraulichkeitsbestimmung Deine volle Zustimmung. Wir werten diese Downloads elektronisch aus.

E
18. Dezember 2012

Vortrag Quantenenergie mit Prof. Turtur bei der 8. Anti Zensur Koalition

Prof. Claus Turtur

Von GAIA Webmaster,
[jwplayer file=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/8._AZK_Claus_W_Turtur_Raumenergie480x360.mp4″ image=“http://gaia-energy.org/docs/video/extern/8._AZK_Claus_W_Turtur_Raumenergie480x360.jpg“]
Mitschnitt eines Vortrages von Prof. Claus Turtur zum Thema freie Energie und Quantenphysik
GAIA
17. Dezember 2012

Weltklima

Gastbeitrag von Erich Vogt auf der Klimakonferenz in Doha

Von GAIA Webmaster,

Katastrophe voraus
Überschwemmung in Bangladesch. Der Klimawandel werde das Land unbewohnbar machen, warnte schon 1995 Atiq Rahman, Direktor der Nichtregierungsorganisation Bangladesh Center for Advanced Studies, auf der ersten UN-Klimakonferenz in Bonn.
Uns droht eine schreckliche Welt, wenn wir nicht das Klima retten. Doch die Klimaschutzpolitik steht und fällt mit der Energiepolitik – und über die notwendigen Grundsatzentscheidungen können die Delegierten in Doha nicht verhandeln. Es sind die nationalen Entscheidungsträger, die die Energieunternehmen in die Pflicht nehmen müssen. Die Instrumente liegen auf der Hand.

Ein Gastbeitrag von Erich Vogt
Sichtlich genervt sprang Atiq Rahman von seinem Stuhl und fixierte die ihm gegenübersitzenden Delegierten, Wissenschaftler, Lobbyisten und Journalisten. Die Zeit, den Klimawandel kleinzureden, sei vorbei, warnte der Mann aus Bangladesch. Sein Land werde unbewohnbar werden, „und dann werden wir mit unseren nassen Füßen in eure Wohnzimmer kommen“, drohte er. Der Ort des Wutausbruchs: das Berliner Kongresszentrum. Die Veranstaltung: die erste UN-Klimawandelkonferenz im April 1995. Die Präsidentin der Konferenz: Angela Merkel, damals Bundesumweltministerin.

Seit 1995 ringt die Weltgemeinschaft nun schon um ein weltweites Klimaschutzabkommen. Alljährlich trifft sie sich zu zweiwöchigen Klimakonferenzen, um rechtsverbindlich verbindliche Klimaziele sowie die notwendigen Strategien und Instrumente zur Umsetzung festzulegen. Nun ist es wieder so weit. Delegierte aus 200 Ländern treffen sich zur inzwischen achtzehnten UN-Klimawandelkonferenz und nehmen in Katar einen erneuten Anlauf.

Gleichwohl: Große Hoffnungen auf ein Abkommen macht sich niemand. Wenn es gut läuft, wird man den Themenkatalog abarbeiten und konkretisieren, den man im vergangenen Jahr im südafrikanischen Durban vereinbart hat – zum Beispiel, wie lange die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls gehen soll, wie ein bis 2015 auszuhandelndes Abkommen aussehen könnte, das dann alle Staaten einschließen und 2020 in Kraft treten soll. Die Delegierten werden wohl auch noch einmal das Ziel bestätigen und bekräftigen, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu beschränken.

Und trotzdem wird die Weltgemeinschaft diesen Kampf verlieren. Wir werden es nicht schaffen, diese Zwei-Grad-Obergrenze bis zum Jahr 2050 zu halten. Es wird nichts helfen, dass sich jene 167 Länder, die insgesamt für 87 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstoßes verantwortlich sind, auf dieses Ziel verständigt haben. Die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche steigt weiter, durch die zunehmende Konzentration von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre. Weltweit sind die Emissionen im vergangenen Jahr laut Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) auf fast 32 Gigatonnen gestiegen, das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. China, inzwischen der größte Emittent der Welt, verbuchte gar eine Steigerung von fast 10 Prozent.

Fatih Birol, der Chefökonom der Agentur, hat gesagt, dass wir uns bei diesem Trend auf eine Erderwärmung von sechs Grad bis zum Jahr 2050 einrichten müssen. Wenn das so kommt, werden wir in 40 Jahren auf einem Science-Fiction-Planeten leben.

Die Klimaforscher im Umfeld des UN-Klimarates haben mit neuen, verfeinerten Computersimulationen errechnet, dass die Zwei-Grad-Obergrenze nur erreicht werden kann, wenn wir bis zum Jahr 2050 nicht mehr als insgesamt 565 Gigatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre pumpen. Wenn wir aber weiterhin weltweit jedes Jahr die jetzigen 32 Gigatonnen emittieren, dann ist unser Treibhausgasbudget bereits in etwa 17 Jahren erschöpft – im Jahr 2030. Wenn wir so weitermachen wie bisher, befinden wir uns also schon 20 Jahre früher als lange angenommen im „roten Bereich“.

Bremsende Börsenwerte
Doch es ist ja selbst zweifelhaft, dass wir den Ausstoß von Treibhausgasen konstant halten können. Die Energiewirtschaft sitzt auf bislang nachgewiesenen Öl-, Kohle- und Gasvorkommen, die, wenn sie zum Einsatz kämen, mindestens weitere 2500 Gigatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen würden – das Fünffache dessen, was eigentlich zum Jahr 2050 in die Luft gehen würde, wollten wir die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen. Aus der Perspektive des Klimaschutzes müssten also 80 Prozent der nachgewiesenen fossilen Brennstoffvorkommen in der Erde bleiben.

Von sich aus aber wird sich die Energiewirtschaft darauf nicht einlassen. Ihr Börsenwert hängt vor allem von den bekannten Energiereserven ab – und von der Annahme, dass diese Reserven auch genutzt werden. John Fullerton, einst Managing Director beim Finanzhaus JP Morgen, hat errechnet, dass die bekannten, aber noch nicht realisierten Vorkommen derzeit 27 Billionen Dollar wert sind. Bei diesen Zahlen ist nachvollziehbar, warum zwei so unterschiedliche Länder wie Kanada und Venezuela ihre Ölsandreserven unbedingt zu Geld machen wollen. Dabei genügt allein die Nutzung dieser Vorkommen, um den Grenzwert von 565 Gigatonnen Kohlendioxid zu überschreiten, und die Klimaziele der Welt zu pulverisieren.

Von sich aus aber wird sich die Energiewirtschaft darauf nicht einlassen. Ihr Börsenwert hängt vor allem von den bekannten Energiereserven ab – und von der Annahme, dass diese Reserven auch genutzt werden. John Fullerton, einst Managing Director beim Finanzhaus JP Morgen, hat errechnet, dass die bekannten, aber noch nicht realisierten Vorkommen derzeit 27 Billionen Dollar wert sind. Bei diesen Zahlen ist nachvollziehbar, warum zwei so unterschiedliche Länder wie Kanada und Venezuela ihre Ölsandreserven unbedingt zu Geld machen wollen. Dabei genügt allein die Nutzung dieser Vorkommen, um den Grenzwert von 565 Gigatonnen Kohlendioxid zu überschreiten, und die Klimaziele der Welt zu pulverisieren.

Die Instrumente liegen auf der Hand. Steuererleichterungen für klimaschädliches Verhalten müssen gestrichen werden, ebenso alle offenen und verdeckten Subventionen. Die Energieunternehmen müssten alle Folgekosten der durch sie verursachten Umweltschäden tragen. Dies würde endlich zu realen Energiepreisen für Kohle, Öl und Gas führen und die Nachfrage bremsen. Außerdem müssen sie zur Zahlung von Treibhausgasabgaben verpflichtet werden, die umso höher wird, je näher man der Zwei-Grad-Obergrenze kommt.

Die Gesetze und Verordnungen müssten auf die bewusste wirtschaftliche und politische Schwächung der fossilen Energiewirtschaft abzielen – aber auch Anreize bieten, neue Ziele zu erarbeiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die komplette Neuausrichtung und Umstrukturierung sowie vorübergehende De-facto-Verstaatlichung der einst allmächtigen amerikanischen Automobilindustrie während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise könnte ein durchaus brauchbares Modell für die notwendige Umkrempelung der fossilen Energiewirtschaft sein. Auch für sie muss gelten, dass angesichts der drohenden Klimakatastrophe bisher Undenkbares nötig wird.

Klimakonferenzen werden unverbindlich und ohne Wirkung bleiben, solange die nationalen Entscheidungsträger nicht diese notwendige Grundsatzentscheidung treffen. Erst dann könnten diese Treffen richtig relevant werden.

Der Umwelt- und Entwicklungsexperte Erich Vogt, 62, lehrt Klimawandel an der School of Environment und Munk School of Global Affairs der University of Toronto.