Energieautarke Gemeinden sind keine Utopie
Während wir in vielen Ländern noch immer darüber diskutieren, ob energieautarke Gemeinden überhaupt möglich sind, wurden sie andernorts längst gebaut. Nicht als theoretische Modelle, sondern als funktionierende Systeme im Alltag. Die dänische Stadt Esbjerg ist dafür eines der eindrucksvollsten Beispiele – und zugleich ein klares Signal: Die Energiewende ist kein technisches Problem. Sie ist eine Frage des Wollens.
Esbjerg in Dänemark hat vor Jahrzehnten begonnen, konsequent umzudenken. Heute ersetzt dort die größte Meerwasser-Wärmepumpe der Welt ein ehemaliges Kohlekraftwerk. Statt fossiler Verbrennung nutzt die Stadt die im Meer gespeicherte Umweltenergie, um hunderttausende Haushalte nahezu CO₂-frei mit Wärme zu versorgen. Das ist keine Zukunftsvision – das ist gelebte Gegenwart.
Was Esbjerg so besonders macht, ist nicht eine einzelne Technologie, sondern das systemische Zusammenspiel:
Wärmeerzeugung, Spitzenlast-Abdeckung und Netzstabilisierung werden gemeinsam gedacht.
Systemisches Zusammenspiel
Was Esbjerg so besonders macht, ist nicht eine einzelne Technologie, sondern das systemische Zusammenspiel:
- Wärmeerzeugung
- Spitzenlast-Abdeckung
- Netzstabilisierung
Genau das ist der Kern einer energieautarken Gemeinde.
Die Wärmeerzeugung erfolgt vorrangig aus Wind- und Sonnenenergie, die in Dänemark reichlich vorhanden ist. Überschüsse werden nicht verschwendet, sondern intelligent genutzt – etwa zur Wärmeproduktion oder zur Speicherung. Für Zeiten mit geringer Erzeugung dient Biomasse als natürlicher Energiespeicher. Nicht als Dauerlösung, sondern als ausgleichendes Element, das Versorgungssicherheit garantiert.
Damit wird ein weiterer Mythos entlarvt: dass erneuerbare Energien unzuverlässig seien. In Wahrheit sind sie nur dann instabil, wenn man sie isoliert betrachtet. In einem gut geplanten Gesamtsystem ergänzen sie sich perfekt.
Besonders wichtig ist die Rolle der Biomasse. Richtig eingesetzt, ist sie kein Klimaproblem, sondern ein zentraler Bestandteil einer stabilen, regionalen Energieversorgung. Sie ermöglicht Spitzenlast-Abdeckung, stabilisiert Netze und schafft Resilienz – ohne Kohle, ohne Gas, ohne geopolitische Abhängigkeiten.
Esbjerg zeigt auch, dass der vollständige Ersatz von Kohle- und Gaskraftwerken nicht nur technisch machbar, sondern wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, die Energiepreise werden planbarer, die Versorgung unabhängiger. Und ganz nebenbei steigt die Lebensqualität der Menschen.
Quelle:
„Wenn wir ehrlich sind, stehen wir heute nicht vor der Frage, ob die Energiewende gelingt. Sondern nur noch davor, wie schnell wir bereit sind, ihr zu folgen. Esbjerg ist diesen Weg bereits gegangen. Andere könnten morgen beginnen.“
Wolfgang Löser, Energieponier
„Erster energieautarker Bauernhof Österreichs“ seit 2002 mit Vorträgen und Seminaren
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Österreich
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Link zum Buch: Wolfgang Löser- Der Energierebell – Stocker Verlag
Link zum Film: Enerkey Wer hat den Schlüssel zur Energiewende?
Bereits heute überlegen: Wind, Solar und Photovoltaik mit STROMSPEICHER , E-Mobilität und Wärme-Kraft-Kopplung als Regelenergie


