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Der Multiparadigmenwechsel wird erkennbar Teil IX

Der Multiparadigmenwechsel wird erkennbar – Teil IX: Zum aktuellen Stand des Geldbewusstseins

„Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo

Woran erkennen wir nun aber, ob „die Zeit einer Idee gekommen“ ist? Dieser Fragestellung versuche ich in meinem aktuellen Newsletter im Detail nachzugehen.

Die Schwächen und Widersprüchlichkeiten unseres Geldsystems werden zurzeit verstärkt publiziert und offen hinterfragt. Börsemoderatoren und Wirtschaftsjournalisten ebenso wie einfache interessierte Privatleute bringen an die Öffentlichkeit, was vor wenigen Jahren noch als „Verschwörungstheorie“ oder „verzerrte Wahrnehmung“ galt. Ich möchte mich daher einigen dieser Publikationen zuwenden, ihre Standpunkte und Grenzen aufzeigen und sodann, in weiteren Ausgaben dieses Newsletters, hinterfragen, welche Bewegungen sich bisher wie ernsthaft und fundiert um Lösungen dieser sozialen Probleme bemüht haben. Zu Beginn wende ich mich drei aktuellen Büchern zu, die sich alle mit „Geld“, seiner Funktionsweise und seinen Problemen, auseinandersetzen.

  • Die Wahrheit über Geld

Raimund Brichta (moderiert seit 1992 die TELEBÖRSE) und Anton Voglmaier (Absolvent der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaften, zurzeit Rechtsanwalt in Berlin, außerdem auch Wirtschaftsjournalist) versuchen in diesem Buch darzustellen „wie Geld eigentlich in die Welt kommt, welcher Zusammenhang zwischen Vermögen auf der einen und Schulden auf der anderen Seite besteht und warum man unser derzeitiges Weltfinanzsystem niemals nachhaltig und krisenfest ausgestalten kann.“ (Siehe Buchrückseite).

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Zur Erklärung des verzinsten Schuldgeldes und seiner „Schöpfung“ als Buchungszeile bei der Kreditvergabe bemühen sie ein materialistisches Beispiel: „Es ist in etwa so, wie wenn Sie an einem Strand ein Loch buddeln und den ausgegrabenen Sand daneben anhäufen. Der Sandhaufen kommt nur dadurch zustande, dass gleichzeitig auch das Loch entsteht.“ (S 15) Diese Metapher zeigt gleich auch die Grenzen des Geldverständnisses dieser Autoren auf. Da es sich hierbei doch aktivisch um eine „Forderung“ (also einen erst in der Zukunft realisierbaren „Wert“!) und passivisch um eine Verbindlichkeit (Schuld) der Bank (!) handelt, wäre ein besserer Vergleich ein Zettel mit der Aufschrift „gilt als Sand“ (für die Passivseite, das „Giralgeld“) und ein zweiter Zettel mit der Aufschrift „bringe Sand dann später“ (für die Aktivseite, die „Kreditforderung“ der Bank)! Der (materialistisch formulierte) „Sand“ suggeriert ja bereits einen „Wert“, etwas „Physisches“ und „Reales“. Nichts davon existiert jedoch beim Kreditgeschäft der Banken, allenfalls die (dem freien Spiel der Bewertermeinungen unterliegenden) Pfänder der Kreditnehmer.

Jedenfalls wird das Bankenprivileg der „Geldschöpfung“ auch vollumfänglich dargestellt: „Eine Bank kann nämlich auch dadurch Geld produzieren, dass sie Vermögenswerte ankauft, zum Beispiel Gold, Immobilien oder Wertpapiere. … Sie bezahlt hier also mit Geld, das sie noch gar nicht hat, welches sie vielmehr erst im Laufe des Kaufvorgangs selbst „produziert“. Dies ist ein wirklich nettes Privileg, welches nur Banken und Notenbanken genießen.“ Erstaunlich ist bei dieser Darstellung, dass nicht sofort der Jurist Voglmaier laut aufschreit und die Frage stellt, ob es sich bei einem „Tausch gegen ein erst noch von mir selbst hergestelltes Zahlungsmittel“ (das noch dazu kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, weil diese ja nur die Notenbanken herstellen dürfen) überhaupt um einen „Kauf“ handeln kann! Ein „Schuldschein auf Zentralbankgeld“ (das letztlich heute für die Bankkunden nur das von der Bankenlobby mit Abschaffung bedrohte Bargeld sein kann!) als „Gegenwert“ für Vermögenswerte kann man wohl rechtlich kaum als „Kauf“ bezeichnen. Ebenso wenig wie den Schuldscheintausch (besicherten Kreditvertrag des Kreditnehmers gegen Buchungszeile – „Giralgeld“ – als unbesicherten Schuldschein der Bank!) als „Darlehen“!

Der Umstand, dass solche rechtlichen Fragen im gesamten Buch nicht gestellt werden, belegt, dass die Erfindung der Pseudowissenschaft „Ökonomie“ die „geistige Trennung vom Recht“ mit großem Erfolg vollzogen hat und die Massenhypnose der „vorgetäuschten Verschuldung“ nach wie vor wirksam ist.

Dass ein tieferes „Geldverständnis“ bei den beiden Autoren leider vermisst werden muss, zeigen auch noch weitere Ausführungen: „Nimm einmal an, die Bank hätte in der Aktiva-Schale nur Vermögenswerte, die erst nach einigen Jahren zu Geld gemacht werden können – etwa langfristige Kreditforderungen. Wenn sie nun gleichzeitig bei den Passiva viele Schulden hätte, die kurzfristig fällig werden, könnte sie in Schwierigkeiten geraten.“ (S 46) Diese Ausführungen kann man nur als befremdlich bezeichnen. Bereits an früherer Stelle des Buches wurde inhaltlich korrekt erklärt: „Jede Tilgung eines Bankkredits führt dazu, dass Geld vernichtet wird.“ (S 25) Ein „zu Geld machen“ führt also bei der Bank immer nur zu einer weiteren Verschuldung! Dieses Geld wird bei Kredittilgung dann aber vernichtet. Hier müssen strikt „Giralgeldschulden“, die ohnedies über den Forderungseingang („automatisch“, also in einer Buchung) „getilgt“ werden, von „echten Schulden“ der Banken (z.B. gegenüber anderen Banken oder Institutionen) getrennt werden. Diese „echten Schulden“ betreffen aber nur den Interbanken-Saldo im inneren Verrechnungskreis der National-(Zentral-)Bank, also „echtes Geld“ und nicht die „frei erfundenen Monopoly-Einheiten“ der Geschäftsbanken („Giralgeld“).

Auch die nachfolgenden Zitate belegen, dass ein tiefergehendes Schuldgeldverständnis (als rechtlich nicht geklärtes Dogmengebäude mit massenpsychologischen Effekten) bei den beiden Autoren noch nicht vorhanden ist: „Zentralbanken können also wirklich soviel Geld produzieren wie sie wollen? Und ausgerechnet aus ihrem Geld ist die Reserve, die die anderen Banken halten? Ja, denn trotz allem ist dieses Geld sehr vertrauenswürdig, weil der Staat dahintersteht.“ (S 54) Mit diesen Formulierungen wird das Knappheitsdogma (das Grundaxiom der Ökonomie: „Economics is the optimal use of scarce resources.“) beschworen. Und zugleich werden die Bankkunden darauf vorbereitet, sich ihre Kontenstände (als Steuerzahler) am besten gleich selbst „zu retten“, d.h. die Bevölkerung darf als Steuerzahler jene Schäden begleichen, die ihnen als Bankkunden entstanden sind. Diese Form der Massenhypnose wird dann auch noch als „gute Idee“ gefeiert: „Die Isländer retteten ihre Banken, indem sie eine Schuldforderung an sich selbst ausstellten.“ (S 58)

Immer wieder wird das Knappheitsdogma bemüht, um einen „intrinsischen Wert des Geldes“ glaubhaft zu machen, d.h. die Bankenpropaganda zu verstärken: „Dann hatten die mittelalterlichen Belege doch zumindest noch eine Art ‚inneren Wert‘, den die heutigen Geldscheine nicht haben. So ist es. Und dieser innere Wert stellte auch eine Art Bremse dar für die Vermehrung des auf ihm basierenden Geldes. Die Menge an Gold ist schließlich begrenzt, die Menge an Geld aber nicht.“ (S 54) Es wird hier, wie stets in den dogmatischen „Wirtschaftswissenschaften“ lediglich der „Tauschwert“ herangezogen und niemals der, im täglichen Leben stets relevante, Nutzwert. Ein „Tauschwert“ setzt immer Knappheit voraus. Wenn wir aber davon ausgehen, dass grundsätzlich alle chemischen Elemente (auch ohne frei werdende Radioaktivität!) in beliebige andere chemische Elemente transmutiert werden können (siehe z.B. hier), dann wird sich ein auf Verknappung basierender „Tauschwert“ auch nicht länger dogmatisch behaupten lassen.

Die fundamentale Kritik an dem „Giralgeldschöpfungsprivileg“ der Geschäftsbanken wird aber dennoch in diesem Buch ungewöhnlich deutlich: „Ein anderes Beispiel liefern im Übrigen die ehemaligen Eigentümer des altehrwürdigen Bankhauses Sal. Oppenheim. Sie hatten sich als Privatpersonen von ihrer eigenen Bank mehr als 300 Millionen Euro Kredit geben lassen, ohne jegliche Sicherheiten dafür zu hinterlegen. Wenn das kein Geld aus dem Nichts war, was dann? Aber das war doch strafbares Verhalten. Dagegen ist man nie gefeit. Wieso strafbar? Es ist ja nicht verboten, Kredite ohne Sicherheiten herauszugeben. Dass es in diesem Fall womöglich Interessenkonflikte gegeben hat, weil Geschäftsführer, Eigentümer und Kreditnehmer dieselben Leute waren, steht auf einem anderen Blatt. Da mag es strafbare Handlungen gegeben haben. Du kannst Dir allerdings sicher sein, dass davon nichts an die Öffentlichkeit gedrungen wäre, wenn sie mit dem Kredit nicht in Schwierigkeiten gekommen wären. Deshalb nehme ich an, dass es ähnliche Fälle viel öfter gibt, von denen man nur nichts erfährt.“ (S 57 f.) Diesen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen!

Die Geheimhaltung (Vertuschung) wird leider auch in diesem Buch wieder mit dem „Vertrauen“ gerechtfertigt: „Im Prinzip besteht unser Geld sogar nur aus Vertrauen, das gerechtfertigt sein kann oder auch nicht. … Und die Geldscheine selbst haben auch keinen inneren Wert.“ (S 71) Ob „das Vertrauen gerechtfertigt ist oder nicht“, erfahren wir eben nur bei Transparenz und öffentlicher Kontrolle. Das Vertrauen für wichtig zu erklären und zugleich aber zu verhindern es auch überprüfen zu können ist keine logisch nachvollziehbare Strategie sondern spielt den unseriösen Bankern und ihren Lobbies in die Hände!

Auch der Begriff „Wachstum“ wird nur quantitativ und nicht qualitativ interpretiert: „Allerdings ist klar, dass es auf der Erde kein unendliches Wachstum gibt – schon gar kein exponentielles.“ (S 92) Nein, das ist eben ganz und gar nicht „klar“ sondern wird nur für die Mangel-Propaganda missbraucht! Die Zahlen, die hier wachsen, sind nichts anderes als Bewertungsgrößen. Worauf sie sich beziehen liegt „im Auge des Betrachters“. Wenn wir menschliche Fähigkeiten, Bedürfnisse und Wünsche „messen“, d.h. in Zahlen ausdrücken, dann können diese beliebig wachsen (bei den Wünschen sind sie evtl. tatsächlich heute schon grenzenlos). Unsere Aufgabe wird es eben sein, die (potentiell grenzenlosen) menschlichen Bedürfnisse und Wünsche auf eine Art und Weise zu befriedigen, die sicherstellt, dass Menschen weder mit den materiellen Ausstattungen ihrer Umwelt noch mit den Bedürfnissen ihrer Mitmenschen und der anderen Lebensformen, mit denen sie die Biosphäre teilen, in einen Konflikt geraten. Offene Kommunikation und Kooperation sind dafür bessere Werkzeuge als Sparbudgets (Mangeldiktate).

Selbst die Relevanz (oder Irrelevanz) von Geldmengenwachstum und Preisanstieg ist den Autoren nicht bewusst, wenngleich sie die empirische Datenlage (unbewusst?) durchaus korrekt wiedergeben: „… – eine aufgeblähte Geldmenge ist nämlich immer die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt zu einem anhaltenden allgemeinen Preisanstieg kommen kann. Die Inflation, und zwar der Geldmenge, ist also immer Ursache – der Preisanstieg ist nur eine mögliche Wirkung.“ (S142) Und gleich danach wird aber darauf hingewiesen, dass genau diese „Wirkung“ (ein allgemeiner Preisanstieg) tatsächlich nicht beobachtet werden kann: „Was bisher fehlt, ist nur, dass die Preise Fieber bekommen – so wie der Mensch bei einer ordentlichen Grippe.“ (S 143) Anstatt das Phänomen, dass der eindeutige Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Ausdehnung der Geldmenge (empirisch eindeutig in gewaltigem Ausmaß gegeben) und allgemeinem Preisanstieg (empirisch nicht feststellbar) offenbar nicht nachweisbar ist, zum Anlass zu nehmen diese Kausalhypothese zu hinterfragen und die Datenlage zum Ausgangspunkt einer Überarbeitung der Hypothese zu machen, wird mit einer latenten Drohung (Analogie zum „Fieberausbruch bei Grippe“) das Publikum verunsichert und in Angst versetzt – wer dem Link zur Empfehlung „wahrer Werte“ auf der Homepage des Buches folgt erkennt unschwer das „wahre Geschäftsmodell“.

Es ist offensichtlich, dass die wahren Lösungsmöglichkeiten der „Euro-Krise“ von den Autoren auch nicht erkannt werden können: „Genau nach diesem Prinzip funktioniert der Rettungsschirm – egal, ob es um Spanien, Griechenland, Portugal oder irgendein anderes Land geht: Niemand hat etwas – weder die Retter noch die Geretteten -, aber jeder geht mit dem, was er nicht hat, sehr großzügig um. Das mag alle überraschen, die meinen, man könne nur mit etwas helfen, das man hat, und nicht mit dem, was man nicht hat.“ (S 148) Einerseits sollte man den Autoren die Lektüre Erich Fromms „Sein oder Haben“ sowie (noch wichtiger!) „Vom Haben zum Sein“ vom selben Verfasser empfehlen. Andererseits haben sie auch die wahren Ziele der Bilanzierung nicht verstanden: nur das in die Bilanz aufzunehmen, was sich als Werkzeug verwenden lässt, um sich das aneignen zu können, was eben nicht bilanziert ist! Griechenland wurde, durch Beratertricks von Goldman Sachs, eben deshalb in die Euro-Gruppe „bugsiert“ weil in der Ägäis Erdgasmengen verborgen sind, deren Umfang noch nicht einmal vollständig vermessen ist. Diese Vorräte stellen (zu Marktwerten) einen unvorstellbaren „Wert“ dar, den man natürlich nicht der griechischen Bevölkerung sondern jenen Banken zukommen lassen möchte, die später dann mit ihren selbst gedruckten Schuldscheinen „Griechenland retten“ werden. Der Ausverkauf griechischer Inseln hat ja bereits massiv an Fahrt aufgenommen – nebst den Bodenschätzen und Erdgasvorräten, die sich unter ihnen befinden. Wer nur sieht, was bilanziert ist, der sieht zumeist nicht das, was wesentlich ist!

Erstaunlich ist, dass sich die Verfasser keinen Antisemitismus-Vorwurf wegen der Darstellung des Eigenkredits bei Sal. Oppenheim eingehandelt haben. Auch die „Schuldgeldschöpfung“ (sowohl bei Kreditvergabe als auch beim „Kauf“ von Banken gegen ihre selbst gebuchten Schuldscheine) wird korrekt dargestellt, jedoch (selbst vom Juristen Vollmaier!) in keiner Weise rechtlich hinterfragt (Kredit: Darlehen oder Schuldscheintausch, Bankenkauf: sind selbst gebuchte Schulden ein „Zahlungsmittel“?). Auch die Möglichkeiten eines „positive money“, also einer Geldschöpfung gegen Ertrag (= Eigenkapital) werden in diesem Werk nirgendwo in Betracht gezogen. Die übliche Bankenpropaganda (Geld muss knapp sein um den Wert zu behalten, Vertrauen in ungedeckte Schuldscheine ist wichtig, damit sie ihren – eigentlich ja nicht vorhandenen?? – „Wert“ behalten) wird jedoch dazu verwendet, Unsicherheit (Angst) beim Publikum zu schüren, vielleicht um die „eigene Kompetenz“ (siehe) zu vermarkten?

  • Wer regiert das Geld?

Der freie Journalist (u.a. für Telepolis und Global Research) Paul Schreyer bietet in diesem Buch eine Perspektive auf unser Geldsystem, bei der v.a. der Machtaspekt fokussiert wird. Dazu beginnt er seine Ausführungen mit der Beschreibung, wie im Jahr 2008 innerhalb einer einzigen Woche ein „zweites Staatsbudget“ (ungefähr doppelt so hoch wie der deutsche Bundeshaushalt) vorbei an allen Ausschüssen und Fristen als „zusätzliche Schuld des Steuerzahlers“ beschlossen wurde: zur „Bankenrettung“. Nur für „systemrelevante Banken“ sind diese grenzenlosen Geldgeschenke offenbar verfügbar, weder für realwirtschaftliche Unternehmen noch für Privatpersonen – es sei denn jene, die sich hinter den „systemrelevanten Banken“ eben verbergen (Stichwort „Finanzmarktstabilisierungsgesetz“). Die Liste der größten Käufer deutscher Staatsanleihen wird von der Commerzbank angeführt, einer Bank, die gerade eben erst selbst vom Staat mit Milliardenbeträgen „gerettet“ wurde. Daher stellt er die legitime Frage: „Woher nimmt die eben noch ‚notleidende‘ Bank denn die Mittel für ihren Milliardenkredit an den Staat?“ (S 23)

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Vortrag vom 12.09.2017 (50 Minuten) Interview mit KenFM (1h 35‘)

Der merkwürdigen Methode der „Geldschöpfung“ ist zwar ein eigenes Kapitel gewidmet und sie wird auch korrekt dargelegt, ihre rechtliche Natur aber leider nicht tiefgreifend hinterfragt: „Banken schaffen also Geld. Zwar hat kein Gesetz den Banken das direkt erlaubt – verboten ist es aber auch nicht. Der Vorgang findet in einer rechtlichen Grauzone statt.“ (S 27) „Man kann sagen: Banken verleihen eigentlich kein Geld, sondern geben lediglich elektronische Gutscheine auf Geld heraus, die aber von allen anderen wie Geld angesehen und akzeptiert werden. … Das Papiergeld ist staatlich, das Giralgeld aber zumeist privat geschaffen.“ (S 31)

Völlig korrekt wird dargelegt, dass die Banken in der Kreditvergabe weder durch die „Mindestreserven“ (die erst „im Nachgang“ bei der Zentralbank beschafft werden), noch durch „Eigenkapitalgrenzen“ beschränkt werden. Dazu wird das historische Beispiel der Barclays Bank präsentiert: „Es ist sogar möglich, durch Geldschöpfung das Eigenkapital zu erhöhen – was die derzeitigen Regulierungsversuche ad absurdum führt. Wie man der Presse entnehmen konnte, hatte die britische Barclays Bank unter dem Druck der Finanzkrise – und um eine Teilverstaatlichung zu vermeiden – Ende 2008 neue Aktien im Wert von umgerechnet rund neun Milliarden Euro ausgegeben. Wie von der Regierung gefordert, erhöhte sie damit ihr Eigenkapital. Käufer des größten Aktienpaketes waren die Königshäuser von Katar und Abu Dhabi, die aber, wie sich später herausstellte, den enormen Kaufpreis erst über einen von der Barclays Bank geschöpften Kredit „finanzierten“.“ (S36)

Dieser Verfasser versteht offensichtlich auch die Macht der Bankenkooperation (= Synchronisation der Interbankenverrechnungen): „Die Bank schöpft von der Gesellschaft geschaffene Werte ab… Die Bank lässt sich beschenken. Letztlich geht es hier natürlich nicht nur um ein paar Firmenwagen oder Büromobiliar. Es geht um Grundstücke, Immobilien sowie um Käufe von Wertpapieren in großem Stil.“ (S 45) Und weiter: „Sie erhält ihre Anschaffungen allerdings in dem Maße geschenkt, in dem sich die Ausgleichszahlungen zwischen ihr und den Mitbewerbern wechselseitig kompensieren, also aufheben.“ (S 46) … mit der Folge: „Kaufen alle Banken exakt gleich viel, dann können sich die Zahlungen im Interbankenhandel zwischen den Instituten komplett ausgleichen und alle erhalten sämtliche eigenen Anschaffungen geschenkt. … Machen alle Banken, zum Beispiel während eines Börsencrashs, genau gleich hohe Verluste, dann entsteht keiner von ihnen ein realer Schaden, da sich wiederum die Ausgleichszahlungen zwischen den Instituten gegenseitig aufheben. … Gehört allen ein gleich großes Stück vom „Schuldenkuchen“, dann ist die Streichung der Schulden komplett kostenneutral für die Banken.“ (S 47) Und zur Klarstellung: „Nochmals: Je höher diese Kompensation, umso größer der Anteil, den die Banken von allem, was sie erwerben, geschenkt bekommen. Gleichen sich die Zahlungen zwischen den Geldinstituten beispielsweise durchschnittlich zu 70 Prozent aus, dann erhalten die Banken ihre Käufe für 30 Prozent des eigentlichen Wertes. … Chapeau, liebe Banken! Wie habt ihr es bloß geschafft, ein solches System zu etablieren und die Leute auch noch glauben zu machen, das sei quasi naturgesetzlich und „ganz normal“? “ (S 48 f.)

Dass „herkömmliche“ Bilanzen für die Beurteilung und Steuerung einer Bank daher überhaupt nicht geeignet sind, wird dem Autor aus diesem Grunde ebenfalls sofort klar: „Unter den Tisch fallen in dieser Rechnung allerdings die Zahlungen zwischen den Banken. Dabei sind diese der eigentliche Gradmesser des Erfolgs.“ (S 49) Auch die Verantwortlichkeit (bzw. Mittäterschaft) der Wirtschaftsprüfer und Bilanzregulierer wird nun sofort ersichtlich. Insbesondere, wenn in diesem Zusammenhang die Definition von Bargeld („Cash“) der US-amerikanischen Bilanzierungsregeln (US-GAAP) zitiert wird: „… Zum Beispiel stellt die Vergabe eines Kredits durch Buchung des Betrags auf ein Kundenkonto eine Bargeldzahlung der Bank (…) dar.“ (S 50). Als Konsequenz ergibt sich: „Eine Bankbilanz mit Hilfe eines Regelwerks zu erstellen und zu überprüfen, das die spezifische Funktionsweise einer Bank ignoriert, ist einigermaßen absurd.“ (S 51) Er weist nach, dass z.B. der deutsche Vertreter im IASB (International Accounting Standards Board) in London (jenes Gremium, das die weltweiten Bilanzierungsregeln für alle börsennotierten Unternehmen erlässt) ein ehemaliger KPMG-Wirtschaftsprüfer (und Bankberater) bzw. selbst Banker der Deutschen Bank war, bevor er in dieses Gremium „berufen“ wurde und kommt unter anderem auch aus diesem Grunde zum glasklaren Fazit: „Eine Bankbilanz dient objektiv betrachtet dem Verschleiern der realen Funktionsweise einer Bank. Ob das vielen Bankmitarbeitern so bewusst sein mag, ist eine andere Frage. Einige werden es sicher wissen, manche erahnen.“ (S 57)

Die kurze und knappe Erklärung von Entstehung und Funktion der „Staatsschuld“ erregt Heiterkeit: „So hat die Bundesbank zum Beispiel an einem typischen Dienstagmorgen (5. Januar 2016) an insgesamt 110 Banken Kredite in Höhe von zusammen 70 Milliarden Euro vergeben. Laufzeit: eine Woche. Zinssatz: 0,05 Prozent. Ein Geschäft dieser Art wiederholt sich im Prinzip jeden Dienstag. Praktischerweise organisiert die Finanzagentur des Bundes ihre Auktionen für Staatsanleihen gleich im Anschluss, nämlich stets am Mittwoch. Die Zentralbank liefert also dienstags neues Geld, mit dem die Banken dann mittwochs Staatsanleihen kaufen können.“ (S 70) Wer sind nun aber die Gläubiger der „Staatsschuld“? Dazu nachfolgend: „Der Bund zahlt die Zinsen auch nicht direkt an seine Gläubiger, sondern auf ein Konto der privaten Firma „Clearstream“, einen der weltweit größten Dienstleister für Zahlungsausgleich und Wertpapierverwahrung. Erst verdeckt hinter dem Sichtschutz „Clearstream“ (welch origineller Name in diesem Zusammenhang) werden die Erträge dann den Investoren zugestellt. … Die jährlich gut 30 Milliarden Euro Zinsen, finanziert aus Steuereinnahmen, fließen also tatsächlich in eine Art Nirgendwo, ohne Namen, Adresse und Hausnummer. Die Profiteure empfangen das Geld komplett abgeschirmt von der Öffentlichkeit.“ (S 71). Somit wird hier auch eine der Schlüsselfragen der sogenannten „Nationalökonomie“ gestellt: „Warum liefert die Bundesbank dienstags Geld an Banken, das sich der Staat dann mittwochs wieder gegen höhere Zinsen von ihnen leiht? Inwiefern ist das ein gutes Geschäft?“ (S 72)

Der faktische Ablauf der „Staatsfinanzierung“ ist tatsächlich so grotesk (gleichzeitig aber auch so ertragreich für die „anonymen Kunden“), dass es sich jedenfalls durch die Vortäuschung von „Wissenschaft“ („Wirtschaftswissenschaften als normative Wissenschaft“, bzw. „Normative Science“) nicht mehr rechtfertigen lässt! Welche „politischen“ oder anderen Bewegungen, Gruppierungen, sozialen Netze, Vereine oder ähnliches dann diese Erkenntnisse (zugleich mit praktikablen Lösungsmethoden, d.h. verbesserten Wegen für kooperative Produktion und Verteilung) in die Öffentlichkeit tragen werden, kann zurzeit noch nicht zuverlässig prognostiziert werden. Es scheint aber heute schon absehbar, dass sich Investitionen in „Kryptowährungen“, „Edelmetalle“, „Wertpapiere“ oder andere Spekulationsanlagen, deren „Wert“ der „Regel von Angebot und Nachfrage“ folgt (d.h. einfach von den „market makern“ im Hintergrund manipuliert wird) nicht mehr nachhaltig rechnen werden, da eine voll versorgte und frei entscheidende Bevölkerung nicht mehr durch vorgetäuschten Mangel in die inszenierte Spekulation getrieben werden kann.

Paul Schreyer nimmt auch zu dem, zumindest im Kontext mit der „Geldschöpfung aus Luft“ nicht mehr bemühten, politischen Kampfbegriff der „Verschwörungstheorie“ sehr intelligent und überzeugend Stellung: „Die Polizei bezeichnet ihre eigenen Verschwörungstheorien so harmlos wie zutreffend als „Ermittlungshypothesen“. Ohne die könnte sie gar nicht arbeiten – zumindest, wenn sie bei einem ungeklärten Fall von mehr als einem Täter ausgeht. Für eine Verschwörung braucht es ja bekanntlich mindestens zwei. Ermittlern wird während ihrer Ausbildung ausdrücklich beigebracht, solche Theorien zu entwickeln, und zwar nicht etwa von verrückten „Verschwörungsparanoikern“ in dunklen Hinterzimmern, sondern von staatlich geprüften Lehrern an öffentlichen Polizeihochschulen.“ (S 79) Auch (empirisch arbeitende) Wissenschaftler gehen im Übrigen so vor, dass sie zunächst Hypothesen entwickeln und diese dann (i.S. von Sir Karl Popper) zu widerlegen versuchen. Ohne diesen Ansatz wären, zumindest empirisch arbeitende, Wissenschaften ebenfalls unmöglich. Dass aber heute sowohl die Polizeiarbeit (von Ökonomen, also Pseudowissenschaftlern, nämlich „aus budgetären Gründen“) ebenso massiv behindert wird wie die freie, empirisch forschende Wissenschaft (solange sie nicht den Forschungsvorgaben der Privatwirtschaft zur „Förderung des Profites“ folgen) passt, als Puzzlestein des größeren Gesellschaftsbildes, recht gut zu diesen Befunden. Den „Wirtschaftsdetektiven“ (Abschlussprüfern in spe etc.) wird in der, von den privatwirtschaftlichen Prüfungsfirmen finanzierten, offiziellen Ausbildung ja beigebracht, sich (v.a. auch „aus Kostengründen“!!) auf minimale „Stichproben“ zu beschränken und keinesfalls komplette (z.B. Informations-)Systeme zu hinterfragen. Erfolgreiche Aufdeckung und das Erkennen systemischer Zusammenhänge wird so erfolgreich verhindert. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn er erfährt, dass z.B. die zukünftigen IT-Prüfer für die Prüfung von SAP-Systemen nach „Handbüchern“ geschult werden, die dieser Softwarekonzern selbst geschrieben hat?

Auch diese gesteuerte Ausbildung dürfte Paul Schreyer jedenfalls bewusst sein, wenn er schreibt: „Wer alles für Zufall oder unkalkulierbares Chaos hält, der sieht letztlich auch kaum Möglichkeiten, die Gesellschaft grundlegend anders zu gestalten. Wer eine ordnende Planung der großen Prozesse als absurden Aberglauben bewertet, der wird auch kaum alternative Visionen haben.“ (S 84 ff.)

In Kapitel 7 widmet sich Paul Schreyer den Erkenntnissen der Anthropologen (z.B. den Aussagen von David Graeber in seinem Werk „Schulden – die ersten 5.000 Jahre“), die nirgendwo Indizien dafür fanden, dass es in früheren Zeiten tatsächlich eine auf „Tausch“ basierende Gesellschaft gegeben habe. „Die Story ist eine Konstruktion aus späterer Zeit. Populär wurde sie durch Adam Smith, den Stammvater der heutigen Wirtschaftswissenschaften, der sie in seinem 1776 erschienenen Standardwerk „Der Wohlstand der Nationen“ im Detail darlegte.“ (S 86) Schreyer weist, unter Bezug auf Graeber, darauf hin, dass „Tauschhandel“ in der Frühzeit der Menschen nur zwischen Fremden (Angehörigen verfeindeter Stämme) praktiziert wurde, weil es dort auch „moralisch vertretbar“ war, den anderen auszubeuten (zu übervorteilen) bzw. einen allfälligen „Rückstand“ mit Gewalt „einzutreiben“. Innerhalb desselben Stammes wurde hingegen stets kooperiert, d.h. die gegenseitige Unterstützung erfolgte spontan, ohne Zwang und Sanktionen, weil man einander ja kannte und vertraute (zumeist sogar mit einander verwandt war). Genau diese Schlüsselinformationen wurden aber in der Pseudowissenschaft der „Ökonomie“ ausgeblendet und das feindliche Ausbeutungsverhalten als „typisch menschlich“ (für die rein fiktive Kunstfigur des „Homo Oeconomicus“) generalisiert bzw. – für „rational handelnde Menschen“ – geradewegs idealisiert. Diese menschenfeindliche Gesinnung wird heute subtil – eben nicht explizit, aber versteckt in den sog. „Entscheidungsregeln“ – weltweit an „Wirtschaftsfakultäten“ unterrichtet und die Jugend der Welt damit „geistig vergiftet“.

Wenn man die Jahreszahl 1776 näher betrachtet (amerikanische „Verfassung“) und sich überlegt, was damals sonst noch so geschah (Gründung der „bayrischen Illuminaten“ durch Adam Weishaupt, 1789 dann die „französische Revolution“ und der Beginn der sog. „Aufklärung“, d.h. der geistigen Neukonstruktion einer materialistischen Gesellschaft), dann ergeben sich eine Vielzahl tiefgreifender „Ermittlungshypothesen“, die durch literarische Quellen in verschiedene Richtungen gefestigt werden.

Nachfolgend wird die politische Geldentwicklung, z.B. im alten Rom, durch die Einführung der „privaten Geldschöpfung“ und ihre fatalen Folgen (sich hemmungslos an Edelmetallen „bereichernde“ Patrizier mit wachsendem politischen Einfluss bei wachsender Abhängigkeit vom Osten, der damals über die größten Edelmetallmengen verfügte) dargelegt. Für mich zentral ist in diesem Kontext ein Schlüsselsatz dieses Autors: „Eine souveräne Gesellschaft setzt sich ein Geld nach eigenem Maß.“ (S 95) Meine Variante dieses Ausspruchs lautet: „Demokratie beginnt mit einem demokratischen Geldsystem.“ In etwas anderer, leicht satirischer Form, findet sich ein ähnliches Zitat auch auf meiner Homepage, wobei ich ein öffentlich bekannteres Zitat einfach inhaltlich umdrehe um auf die inhaltliche Bedeutung und den inneren Zusammenhang hinzuweisen: „Gib mir die Macht der Gesetzgebung und es ist mir egal, wer das Geld verbucht!“. Ist die zunehmende Privatisierung der öffentlichen Aufgaben (z.B. hier oder hier), die heute bis hin zur „privatisierten Gesetzgebung“ reicht (siehe etwa hier) ein weiteres Puzzlestück unserer „Ermittlungshypothese“?

Die politischen Folgen für unsere heutige Zeit werden von Paul Schreyer ebenfalls sehr klar ausgesprochen: „Somit verfestigte sich in den USA die Praxis, Kreditvergabe, Geldschöpfung und Management der Staatsschulden als Privatgeschäft zu betreiben. Bald schon kam kaum noch jemandem auch nur der Gedanke, dass man Kredit und damit Geld überhaupt in öffentlicher Hand schöpfen konnte. Das System basierte auf dem alten Glauben, Geld sei Gold und somit nur von bereits reichen Menschen zu schaffen. Dieser Glaube wurde zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Je tiefer ein Staat sich bei seinen wohlhabenden Bürgern verschuldet, desto unsouveräner wird er, und damit auch unfähiger, selbst noch Geld erzeugen zu können. Die Konstruktion einer privaten Nationalbank schuf – erst in England und dann in den USA – eine Eigendynamik, die bald als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden sollte: Das Geld haben und schaffen die Reichen. Die Etablierung dieses Systems in den USA nur wenige Jahre nach der Revolution kompromittierte die Entwicklung einer lebendigen Demokratie dabei von vornherein.“ (S 122) Die genauen Ursachen und Folgen dieser Entwicklung können übrigens in dem hervorragenden Werk „Gangs of America“ von Ted Nace (hier käuflich zu erwerben und hier als PDF-Datei gratis herunter zu laden) nachgelesen werden.

Auch die politische Argumentation mittels „Unabhängigkeit der Zentralbank zum Schutz der Währungsstabilität“ hat Paul Schreyer als Propaganda durchschaut. So zitiert er in diesem Zusammenhang etwa den Bundesbankpräsident Jens Weidmann 2012: „… Im Licht dieser Erfahrung wurden Zentralbanken in den vergangenen Jahrzehnten gerade deshalb als unabhängige Institutionen geschaffen und auf das Sichern des Geldwertes verpflichtet, um explizit die staatliche Vereinnahmung der Geldpolitik zu verhindern.“ (S 144) Diesem politischen Argument kontert der Autor mit wissenschaftlichen Fakten: „Die historische Forschung stützt diese Argumentation nicht. Weder wurden staatliche Notenbanken „früher oft gerade deshalb geschaffen“, um für die Regierung Geld zu drucken, wie Weidmann sagt, noch wurde die Geldmenge durch Regierungen „häufig zu stark ausgeweitet“, wie er im Anschluss meint. Sowohl die Bank of England als auch die verschiedenen Gründungen von Zentralbanken in den USA im 18. und 19. Jahrhundert waren eben gerade keine Idee von gewählten Regierungen. Stattdessen gingen sie, wie in diesem Buch bereits geschildert, sämtlich auf die Initiative reicher Privatleute zurück, waren mehrheitlich in deren Besitz und sollten deren Investments sowie politischen Einfluss absichern.“ (S 145)

Am Ende seines Werkes geht der Autor dann noch detailliert auf die Vollgeldinitiative (siehe etwa Vollgeld-Initative, Vollgeld.de und Monetative) ein, wobei er folgerichtig feststellt: „Die kuriose Pointe dabei: Das Ergebnis einer solchen Reform wäre ein Zustand, von dem die meisten Bürger annehmen, dass er heute bereits existiert – allein die Zentralbank als öffentliche, nicht private Stelle darf Geld erschaffen, private Banken können es von dort borgen und darüber hinaus die festgelegten Ersparnisse ihrer Kunden an andere verleihen.“ (S 191)

  • Welt Macht Geld

In dieser ersten Buchveröffentlichung des 1968 geborenen Georg Zoche (studierte Maschinenbau und Philosophie, gewann den UNESCO-Essaywettbewerb „Global Governance“ und mitbegründete 2001 die „Transnationale Republik“, der weltweit rund fünftausend Bürgerinnen und Bürger aus über hundert Ländern beigetreten sind) deckt der Autor sehr schonungslos und offen jene Machenschaften auf, die 1944 zur Etablierung des US-$ als „globale Leitwährung“ (Konferenz von Bretton Woods) führten.

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Interview KenFM mit Georg Zoche (1h 47 min)

Nach der grundlegenden Erklärung der zentralen Geldfunktionen (Wertmaßstab, Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel) versucht der Autor eine Systematisierung verschiedener „Geldformen“, wobei er „gutes und schlechtes“ Geld (offenbar basierend auf seinem „intrinsischen Wert“, aber auch auf der Fähigkeit Wohlstand für die Bevölkerung zu ermöglichen) einander gegenüber stellt. Auf Literatur und Legenden gestützt zeigt er auch den Zusammenhang zwischen „Nationalstaat“ und „Geldmacht“ auf (Paul Schreyer hat hier hingegen verstärkt auf die privatwirtschaftliche Organisation der „Geldschöpfung“ verwiesen!) und wiederholt auch die politische Propaganda, dass „Länder mit derselben Währung keinen Krieg gegen einander führen“ würden. (S 31)

Nachfolgend jedoch zeigt er die ursprünglichen Ideen in Nazi-Deutschland (Reichsmark als „europäische Leitwährung“, Arbeitsdeckung der Reichsmark, Ersatz des Goldes durch ein effizientes Clearingsystem), England (Idee des Bancor von Keynes) und den USA (Dollar als globale Leitwährung durch „formale Golddeckung des Dollars“). Keynes Bancor beruhte dabei auf der Idee, dass im Rahmen einer neuen globalen Geldordnung neben dem Schuldnerland v.a. auch das Gläubigerland „in die Pflicht genommen“ werden sollte, indem es z.B. gezwungen werden konnte, Produkte aus dem Schuldnerland als Bezahlung der Finanzschuld zu akzeptieren. Es sollten im zwischenstaatlichen Handel also nicht mehr „Güter gegen Geld“ sondern „Güter gegen Güter“ getauscht und nur noch in der internationalen Währung Bancor bewertet und verrechnet werden. Tatsächlich verliefen die „Verhandlungen von Bretton Woods“ nebst dem dort danach erfolgten „Vertragsabschluss“ aber völlig anders, als in den heutigen Schulbüchern verkündet wird: „Denn keineswegs hatten sich die dort vertretenen 44 Nationen nach langen Debatten rational begründet auf den US-Dollar als Weltleitwährung geeinigt. Vielmehr wurde dieser dazu gekürt, ohne dass die Konferenzteilnehmer dies bemerkt oder auch nur besprochen hätten. Denn dieses Ergebnis wurde erst Monate später bekannt und führte unter anderem zu Protesten der britischen Regierung.“ (S 42)

Möglich wurde diese vorsätzliche Täuschung der Konferenzteilnehmer (v.a. auch des britischen Vertreters Keynes) vor allem durch folgende Tricks des US-amerikanischen Repräsentanten (zugleich auch Organisators) White: „Er unterteilte die Konferenz von Bretton Woods in die zwei parallelen Schienen „Währung“ und „Bank“ und ernannte Keynes zum Vorsitzenden der Sitzungen über die Bank. So war Keynes an den Gesprächen über die Währungen nicht beteiligt, zu dessen Vorsitzenden er sich selbst erklärte.“ (S 118) Weitere organisatorische Besonderheiten wurden speziell zur Täuschung und Manipulation genutzt: „Die Konferenz wurde unterteilt in zahlreiche Kommissionen … die Schriftführer und ihre Assistenten waren allesamt US-Amerikaner.“ (S 119)

Die finale Manipulation fand dann in den Vertragstexten statt: „Um den US-Dollar in den Rang von Gold zu erheben und ihm die Sonderrolle als Weltleitwährung zuzuschreiben, ohne dass die 730 übrigen Delegierten davon erfuhren, hatte White einen denkbar simplen Trick angewandt: er hatte in den Dokumenten das Wort „Gold“ einfach mit den Worten „Gold und US-Dollar“ ausgetauscht und einige zusätzliche Textpassagen eingefügt. Wie ihm dieses Kunststück unbemerkt gelingen konnte, ist im Tagebuch von Morgenthau sowie in den Aufzeichnungen der Federal Reserve dokumentiert: …“ (S 125)

Nachdem Großbritannien diesen Betrug erkannte und sich konsequent weigerte, den Bretton Woods Vertrag zu ratifizieren, nutzten die USA jedoch die Notlage dieses Landes (das völlig ausgeblutet war und kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stand), indem noch im September 1945 das von Keynes selbst überbrachte Bittgesuch um einen Kredit in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar abgelehnt wurde. Diese Notlage wurde nun als Erpressungsinstrument missbraucht: „Schließlich erklärten sich die USA am 13. November 1945 bereit, Großbritannien einen verzinslichen Kredit in der Höhe von 3750 Millionen US-Dollar zu gewähren. Jedoch unter einer wesentlichen Bedingung: die Ratifizierung des Bretton-Woods-Vertrags.“ (S 140 f.)

Interessant ist in diesem Kontext, dass dem Autor der offensichtliche Zirkelschluss einer „goldgedeckten Währung“ völlig entgeht: Wenn der US-Dollar (oder eine beliebige andere Währung) an einen fixen Wechselkurs zu Gold (hier z.B. 1 $ = 1/35 Unze Gold) gebunden ist, dann ist die einzig logische Konsequenz, dass Gold selbst (allgemein der „Wertanker“) nie mehr in dieser so gedeckten Währung „bewertet“ oder „bezahlt“ werden kann. Ein „Goldmarkt“ mit sich täglich ändernden Preisen wäre ein offensichtlicher Zirkelschluss, der aber (und genau deshalb wurde er schließlich etabliert) zu sehr bequemen Arbitrage-Geschäften genutzt werden kann und wurde!
Der zweite Teil dieses Buches (ab Seite 160) ist der Dollarkrise gewidmet. Darin wird zunächst erklärt, dass der Marshallplan weniger mit Wohltätigkeit und mehr mit der Lösung des Problems der Dollarknappheit zusammenhing und der anfänglichen Dollarknappheit eine Dollarflut (insbesondere auch über die sogenannten Petro-Dollars also die internationale „Verpflichtung“ alle Erdölgeschäfte exklusiv nur in Dollar zu verrechnen bzw. abzuwickeln) folgte. Welche Konsequenzen sich für die anderen Länder aus der „Weltleitwährung US-Dollar“ ergaben, wird ebenfalls kurz geschildert: „Deutschland zum Beispiel war gezwungen, Milliarden von Dollar zu kaufen, um den Dollar in seinem Kursverhältnis zur Mark zu stützen, und druckte, um das tun zu können, Milliarden zusätzliche Mark. Dadurch erhöhte sich Deutschlands Geldmenge und die absorbierten Dollars wurden zu dessen „Reserve“.“ (S 163) Frankreich läutete schließlich das faktische Ende dieser Epoche ein: „De Gaulle wusste, dass die einzige Möglichkeit, das US-Finanzministerium zu bremsen, darin bestand, für diese Papierdollar Gold zu verlangen – eine Vorgehensweise, die letzen Endes funktionierte. … die USA hatten nicht zuletzt zur Finanzierung des Vietnam-Kriegs übermäßig US-Dollar emittiert und mussten bereits 1971 die Goldeinlöseverpflichtung aufgeben.“ (S 164)

Doch auch dieser Autor ist noch der Idee eines „intrinsisch werthaltigen Geldes“ als „Stabilitätsanker“ verfallen: „Aus dieser dramatischen Situation heraus ist das Währungssystem entstanden, an das wir uns heute gewöhnt haben und das wir für völlig normal und selbstverständlich halten: freie Fiatwährungen ohne intrinsichen Wert.“ (S 174) Selbstverständlich hatte der Wegfall der „Golddeckung“ Auswirkungen auf den Kurs des US-Dollar, wenngleich ein „Crash“ vermieden werden konnte: „ab 1973 war sein Wert nun gar nicht mehr gewiss – weder in Gold noch in Geld. Völlig losgelöst von Gold und Währungen befand sich der US-Dollar nun im freien Fall und hatte innerhalb von nur sechs Monaten – von Januar bis Juni 1973 – die Hälfte seines Wertes verloren.“ (S 175)

An die Betrachtung der Entwicklungen rund um den „Fall von Bretton Woods“ schließen praktisch nahtlos die Darlegungen der neueren „Finanzkrise“ des Jahres 2008 an. Die Subprime-Krise wird von diesem Autor korrekt als Notlösung zur Ausweitung der globalen Geldmenge erkannt: „… der weitaus größere Teil wurde von US-amerikanischen Banken in Form von Giralgeld neu geschöpft. Entsprechend führte die Immobilienblase zu einem gewaltigen Anstieg der Dollargeldmenge.“ (S 192) … „Die Geldmenge ist durch das Vorhandensein an verpfändbarem Eigentum begrenzt.“ (S 195) … „Diese neue Methode der „Geldschöpfung 2.0“ wurde ermöglicht, weil es den US-Kreditinstituten gelang, die Schuldversprechen der Hauskäufer in alle Welt weiterzuverkaufen und somit das Ausfallrisiko der Kredite zu externalisieren.“ (S 196)

Dieser klar herausgearbeitete Zusammenhang wird so kaum jemals in den mainstream-Medien oder gar der Tagespolitik ausgesprochen: das künstliche Wachstum einer Preisblase (mit allen positiven Begleiterscheinungen) im Inland, um sie dann (mit allen negativen Begleiterscheinungen) im Ausland – siehe v.a. deutsche Landesbanken!) „platzen“ zu lassen. Geld als physisches Tauschmittel im Rahmen eines fixierten buchhalterischen Nullsummenspiels verleitet eben zu diesem Missbrauch, wenn „ökonomische Gesetze“ zugleich auch als „Naturgesetze“ missverstanden werden.

„Also: Blasen vernichten kein Geld, sie schichten es lediglich im großen Stil um. Dramatischen Verlusten stehen ebenso große Gewinne gegenüber. … Blasen sind ein Nullsummenspiel – solange Gewinner und Verlierer der gleichen Volkswirtschaft entspringen, ändert sich das Gesamtvermögen dieser Volkswirtschaft zunächst nicht. Jedoch können die Nebeneffekte der Vermögensumverteilung zu erheblichen Krisen führen; zu Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit, sozialen Spannungen bis hin zu Kriegen. Infolge solcher Krisen wird die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft beeinträchtigt, was dann wiederum zu einem Verlust an volkswirtschaftlichem Vermögen führt. … Die Blase wird zum lukrativen Geschäft, wenn die Verluste von anderen getragen werden.“ (S 213 f.)

Die politischen Überlegungen fasst der Autor (in Form einer „Ermittlungshypothese“) wie folgt zusammen (FOMC = Federal Open Market Committee der FED): „Das Zusammenwirken von US-Dollar als Weltleitwährung, extrem niedrigen Zinsen und Vergabe ungedeckter Kredite führte zu Kreditexpansion, Immobilienblase und schließlich zur Finanzkrise.“ (S 226) Interessant sind nun aber v.a. die Indizien, die diese „Ermittlungshypothese“ stützen: „- die Fed wusste, dass das Zinsniveau gefährlich niedrig war. Nachzulesen im „Anhang 1: FOMC: Gefährlich niedriges Zinsniveau“; – die Fed wusste, dass aufgrund der niedrigen Zinsen eine Immobilienblase drohte. Nachzulesen im „Anhang 2: FOMC: Niedrige Zinsen erhöhen die Gefahr einer Immobilienblase“; – die Fed wusste, dass der Immobilienboom auch auf der Sonderrolle des US-Dollars als Weltleitwährung beruhte – da der Boom aus den Mitteln der Weltwirtschaft genährt wurde, deren Akteure in zunehmendem Maße US-Immobilienanleihen anstelle von US-Staatsanleihen kauften. Nachzulesen im Protokoll des FOMC-Meeting vom 11.12.2001. … – die Fed hat die Zinsen niedrig gehalten, um der Wirtschaft trotz Kriegen und Terrorwarnungen ein positives Wachstum zu ermöglichen. Nachzulesen im „Anhang 3: FOMC: Kriege und Terrorwarnungen lähmen die Wirtschaft“; – dieses Wirtschaftswachstum benötigte den Immoblilienboom als seine Grundlage. Nachzulesen im „Anhang 4: FOMC: Immobilienboom als Motor der Wirtschaft“; – die Fed unterschätzte die Größe der Immobilienblase und nahm an, dass das Risiko bereits auf andere (ausländische) Investoren abgewälzt werden konnte. Nachzulesen in den FOMC Minutes vom 29. und 30.6.2005.“ (S 230 f.)

Ein ganz besonderer Wert dieses Buches liegt in genau diesen Indizien: Alleine die hier erwähnten FOMC-Protokolle umfassen 25 Seiten. Im letzten Kapitel („Was bringt die Zukunft?“) erwähnt der Autor, dass die Rolle einer nationalen Weltleitwährung immer bereits ein zukünftiges Scheitern des Geldsystems vorweg nehme und daher die UN und die BRIC-Staaten bereits eine Nachfolgewährung für den US-Dollar wünschten: „Das erstrebenswerte Ziel einer Reform des internationalen Währungssystems besteht daher in der Schaffung einer internationalen Reservewährung, die nicht an bestimmte Nationen gebunden ist und es vermag, langfristig stabil zu bleiben. Hierdurch werden die inhärenten Unzulänglichkeiten beseitigt, die durch die Verwendung von nationalen und aus Kredit geschöpften Währungen bedingt sind. … UN-Expertenkommission und BRIC-Länder ziehen also bereits am gleichen Strang.“ (S 246)

Im abschließenden Kapitel („Was wäre Geld, wenn wir es neu erfinden würden?“) schlägt der Autor dann noch folgendes vor: Eine Internet Clearing Union. „Jeder Teilnehmer bestimmt für sich selbst, in welchem Gut (bzw. Währung) er oder sie die eigene Kontoführung wünscht: in Gold, Silber, Kaffee, Kilowattstunden, Euro, Dollar etc. oder einem Warenkorb, der sich aus nahezu beliebigen Bestandteilen zusammensetzen könnte.“ (S 253) Es scheint dem Verfasser dabei zwar nicht um das Horten physischer Gegenstände (Gold, Kaffee etc.) zu gehen, sondern lediglich um die rechnerische Bindung an den „Tauschwert“ dieser Dinge. Dennoch, ist ihm noch immer nicht bewusst, dass deren Preise praktisch immer manipuliert werden können und auch werden? Welche „Sicherheit“ kann durch manipulierbare Preise erlangt werden? Weitere Vorschläge sind ein Open Source System mit der Möglichkeit „alles gegen alles zu tauschen“. Wiederum wird im möglichst universellen Tausch, der ja eine Erfindung von Adam Smith war, wie wir von Paul Schleyer (bzw. David Graeber) bereits lernen durften, eine besondere Attraktivität dieses Systems vermutet. Besonders fragwürdig ist letztlich dann noch folgender Gedanke: „Natürlich bleiben die Schwankungen der Güter zueinander (Kaffee zu Gold) und in der Zeit (Getreide im Sommer und im Winter) erhalten, werden aber nicht mehr zusätzlich mit den Schwankungen der Nationalwährungen multipliziert.“ (S 256) Wieso wird hier nicht die Möglichkeit der sinnvollen Darstellung des subjektiven Nutzwerts anstelle eines manipulierten, pseudo-objektiven „Tauschwertes“ erkannt? Volle Zustimmung erhält der Verfasser von mir jedoch hinsichtlich seiner abschließenden Zeilen: „Denn unser derzeitiges Fiatgeldsystem hemmt die Vermittlung zwischen Angebot (Arbeit) und Nachfrage (Bedürfnisse), da das Fiatgeld bereits existieren muss, bevor es zwischen diesen beiden an sich unbegrenzt zur Verfügung stehenden Dingen vermitteln kann. Da es aus Kredit – also Vertrauen – geschöpft wird, gibt es von ihm am meisten, wenn man es am wenigsten benötigt und am wenigsten, wenn der dringendste Bedarf besteht: in einer Krise.“ (S 256)

Conclusio

Zusammenfassend stelle ich fest, dass von den hier präsentierten drei Büchern jenes, das wohl von den fachlich (zumindest der Formalausbildung und dem Berufsbild nach) kompetentesten Autoren geschrieben wurde („Die Wahrheit über Geld“ von Raimund Brichta und Anton Voglmaier) die wenigsten erhellenden Momente in sich birgt. Erstaunlich ist zwar, dass nun die Tatsache der „Schuldgeldschöpfung durch Privatbanken“ offenbar bereits im Mainstream angekommen ist, diese wird aber dort nach wie vor nicht rechtlich hinterfragt. Das Werk von Paul Schreyer („Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“) besticht hingegen durch seine ganzheitliche Sichtweise: historisch, rechtlich, demokratiepolitisch. Letztlich danke ich diesem Autor auch ganz persönlich für die hervorragende Vokabel „Ermittlungshypothese“ die ich in Zukunft auch selbst sehr gerne verwenden werde (nicht ohne ihn dabei auch gebührend zu zitieren!). Georg Zoche hingegen („Welt Macht Geld“) klärt uns einerseits über den Betrug (kombiniert mit der Erpressung Großbritanniens) auf, der letztlich zur „Weltleitwährung US-Dollar“ führte. Darüber hinaus gibt er uns aber andererseits auch einzigartige Einsichten in die Protokolle der US FED, wertvolle Indizien zur Stützung diverser „Ermittlungshypothesen“ (i.S. v. Paul Schreyer).

Ich kann diese Werke daher, in der oben dargelegten Gewichtung, uneingeschränkt zur privaten weltbilderweiternden Lektüre empfehlen und wünsche dabei erleuchtende Momente!

Mit herzlichen Grüßen
Franz Hörmann

WER BIN ICH

Franz HörmannFranz Hörmann, geboren 1960, Univ.-Prof. Mag. Dr.

Seit 1983 am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien beschäftigt und seit 1997 gewerblich befugter Unternehmensberater.

  • 1995-2015: korrespondierendes Mitglied des Fachsenats für Datenverarbeitung der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder und
  • 2001-2010: Gastprofessor am Institut für Wirtschaftsinformatik (Communications Engineering) der Universität Linz
  • 2001-2010: Lektor an der FHW (Fachhochschule der Wirtschaftskammer Wien).
  • 2001-2015: Prüfungskommissär im Rahmen der Wirtschaftsprüfer-Ausbildung der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder

Trat mit dem Werk “Das Ende des Geldes” im Jahr 2011 erstmals als Kritiker des verzinsten Schuldgeldes in die Öffentlichkeit, entwickelte die neue Geldform “Informationsgeld” und bringt sie mit der OSBEEE eG als OSBEEE:Money auf den Markt.
Mitbegründer des “Interdisciplinary Research Institute for Systemic Sciences” (IRISS).
Franz Hörmann ist verheiratet und Vater zweier Kinder (Tochter Sophie, geb. 1996; Sohn Leonhard, geb. 1999).

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