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Programmtipp 21.09. ab 16:30: Livegast auf Radio SOL

Thema: “Die psychologische Seite von Polizeieinsätzen bei Großereignissen”

Dr. rer. soc. Angelika Schrodt-Meyl, Psychologin, ehem. Polizeiberaterin für Großereignisse, zu einem Thema am Puls der Zeit auf Radio SOL 105,1 und DAB+, sowie im Radio SOL Live-Stream auf: www.radioSOL.at

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Wer ist Dr. rer. soc. Angelika Schrodt-Meyl ?

Ich habe, nach fast einem Jahrzehnt Dienst in einem Psychiatrischen Grosskrankenhaus, ab 1987 zuerst als Lehrbeauftragte, später dann als Angestellte, an der Hochschule für Polizei des Landes Baden-Württemberg Psychologie unterrichtet. Aus diesen Anfängen entstand im Verlaufe von Jahren dann mehr. Beispielsweise fragten die angehenden Polizei-Kommissare in der Soziologie-Vorlesung, wie Fan-Verhalten bei Sport-Grossveranstaltungen mit Psychologie zu erklären ist. Sie fragten, wie es sein kann, dass manche Fussballfans jedes Wochenende mit ihrem Fussballverein mitziehen, und dass besonders „Begeisterte“ dort die Auseinandersetzung mit „gegnerischen” Fans suchen. Es ging um Sach- und Körperverletzung anlässlich von Fussballspielen. Da ich zunächst auch keine Antwort wusste, bin ich in Einsätze der nordrheinwestfälischen Polizei bei Fussballspielen mitgegangen, um das Scenario im Stadion und auf den An- und Abmarschwegen zu beobachten. Das war in den 90iger Jahren. Ich durfte auch bei diversen Veranstaltungen an Polizeifortbildungseinrichtungen viel darüber erfahren, wie Polizei „tickt“. Zumeist erfreute ich mich der Unterstützung durch Fachbereichsleiter und durch die Polizeiführung.

Auf der Suche nach der richtigen und tragfähigen Unterstützung habe ich über die International Police Association IPA Kontakt zu polizeipsychologischen Einrichtungen am San Francisco Police Department SFPD und am New York Police Department NYPD aufnehmen können, wo ich lernte, welche psychisch unterstützenden Massnahmen wirklich helfen und willkommen sind, und auch, welche kaum oder gar nicht angenommen werden.

Ausgestattet mit diesem Wissen und mit dem Schulungsmaterial für das Peer Support Counseling vom SFPD habe ich in den Folgejahren zwei EU-Projekte (Peer Support Counseling und Netzwerk Notfallpsychologie) geleitet. Wir haben zusammen mit vielen anderen Kollegen und Organisationen ein Europäisches Netzwerk Notfallpsychologie aufgebaut und waren bis ca. 2007 auf die eine oder andere Weise in die Krisenorganisation fast aller Grosschadensereignisse eingebunden.

Und so wurde ich vor allem auch mit den psychischen Belastungen des Polizeiberufs, aber auch mit der Ablauforganisation in Grossschadenslagen vertraut, und konnte unter anderem auch mit Spezialeinheiten der Polizei arbeiten. Diese Kooperation hatte sogar zu einem Programm geführt, in welchem meine Psychologen-Kollegen von Spezialeinsatz-Ausbildern nach dem Muster des San Francisco Police Departments geschult wurden. Wir haben dabei wirklich viel voneinander gelernt.

Und natürlich suchte ich immer Mittel und Wege, wie die Einsatzkräfte psychologisch unterstützt werden können. Es gab vielfältige Belastungen, neben dem Einsatz von Zwang bis zum Schusswaffengebrauch oder andere schwerwiegende Ereignisse, z.B. wenn Kinder zu Schaden kamen usw., Auslandseinsätze oder Einsätze bei Demonstrationen, damals z.B. gegen Atomkraftwerke. Kurzum, ich habe in diesen Jahren sehr viel über die Rahmenbedingungen polizeilichen Handelns und über die Menschen in Uniform erfahren. Nur Unkenntnis dieser Materie führt zu den gängigen und oft ideologisch gefärbten Ansichten, bin ich überzeugt. Die Realität ist differenzierter und zum Teil auch recht anders.

Ich durfte in vielen Jahren, in denen ich auch als Psychotherapeutin zur Verfügung stand, die vielfältigen Probleme, auch persönliches Versagen und echtes Heldentum, miterleben. Mit Einsatzkräften meine ich vor allem Polizisten, aber auch Feuerwehrleute, Mitglieder des Deutschen Technischen Hilfswerkes THW, die ADAC-Rettungspiloten, Verkehrspiloten usw. usw. Ich persönlich habe eine grosse Hochachtung vor diesen Menschen, die eine so grosse Verantwortung tragen, und viele davon darf ich noch heute zu meinen Freunden zählen.

Noch heute bin ich für diverse Einsatzkräfte ein persönlicher Ansprechpartner, leise und diskret, und im Sinne meiner Klientel wirkend.

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