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5 Jugendliche. 1 Zukunftsjahr.

Junge Menschen bei Beschäftigung

Wo Wissen Wurzeln schlägt

Das erste TAPOJA-Zukunftsjahr 2025/26 war ein Pilotjahr – und zugleich ein klares Zeichen dafür, was möglich wird, wenn junge Menschen Raum erhalten, sich selbst, ihre Fähigkeiten und ihre Zukunftsperspektiven zu entdecken.

Mit fünf Jugendlichen ist TAPOJA gestartet. Entstanden ist daraus nicht nur ein gemeinsames Lernjahr, sondern ein lebendiger Erfahrungsraum: Es wurde gelernt, gearbeitet, reflektiert, ausprobiert, gelacht, gestaltet und Verantwortung übernommen. Jeder Teilnehmer ging seinen eigenen Weg – und doch entstand aus diesen individuellen Wegen eine starke gemeinsame Entwicklung.

Das erste TAPOJA-Zukunftsjahr hat gezeigt, wie viel Kraft entsteht, wenn junge Menschen nicht in vorgefertigte Schablonen gepresst werden, sondern Raum bekommen, ihre eigenen Talente, Fragen und Lebenswege zu entdecken. Bildung darf wieder zu einem lebendigen Erfahrungsraum werden – getragen von Vertrauen, Verantwortung und echter Begegnung.

Das Zukunftsjahr zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn Bildung nicht nur aus Stoff, Prüfungen und Vorgaben besteht, sondern aus echten Erfahrungen, persönlicher Begleitung, praktischen Projekten und der Frage: Was möchte ich mit meinen Fähigkeiten in die Welt bringen?

Fünf Wege, fünf Perspektiven

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Tamina verwirklichte sich im Zukunftsjahr einen lang gehegten Kindheitstraum: Sie veröffentlichte ihr erstes eigenes Buch. Mit ihrem Jugend-Survival-Thriller „Mitternachtssonne“ machte sie den Schritt von der Idee zum sichtbaren Werk. Parallel entwickelte sie ihre fotografischen Fähigkeiten, sammelte Erfahrungen in Bildbearbeitung, Videografie, Videoschnitt und Social Media. Schreiben, Storytelling, Fotografie und kreative Kommunikation wurden für sie zu einem klaren Zukunftsfeld.

Mädchen Mit Pferd

Celine erfüllte sich einen sehr persönlichen Wunsch: den Kauf ihres ersten eigenen Pferdes, der ungarischen Warmblutstute Hajana. Dieser Schritt steht nicht nur für Tierliebe, sondern auch für Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewusstsein. Zusätzlich organisierte sie sich eigenständig einen zweiten Job, ist bereits in die Ausbildung zum Holistic Horse Coach eingebunden und übernimmt innerhalb von TAPOJA Verantwortung als Jugendsprecherin.

Junge In Kochuniform

Valentin stellte wichtige Weichen für seinen beruflichen Weg. Mit seiner Begeisterung für Kochen und Genuss konnte er sich erfolgreich eine Lehrstelle sichern und startet nun seinen Weg als Erlebniskoch. Parallel arbeitet er an seinem ersten eigenen Kochbuch – ein Beispiel dafür, wie aus Leidenschaft, Praxis und Eigeninitiative konkrete Zukunftsschritte entstehen.

Mädchen Im Schneidersitz Mit Buch

Marlene fand durch ein Schnupperpraktikum als Polsterin ein Berufsfeld, das ihre Interessen und Talente miteinander verbindet. Schreiben, Nähen, Dekorieren, Einrichten, Ästhetik und handwerkliches Geschick fanden hier einen praktischen Ausdruck. Ihr Weg zeigt, dass berufliche Orientierung mehr ist als eine Berufsentscheidung: Es geht darum, die eigenen Stärken und Werte ernst zu nehmen.

Jugendlicher Mit Verschränkten Armen Am Waldrand

Laurenz brachte seine Begeisterung für die Formel 1 in ein eigenes kreatives Projekt ein. Mit einem Stop-Motion-Film zeigte er Geduld, technisches Verständnis, Ausdauer und ein gutes Auge fürs Detail. Gleichzeitig entwickelte er klare Vorstellungen davon, was ihm im Leben wichtig ist: ein selbstbestimmtes Leben, Familie, ein liebevolles Zuhause und eine erfüllende Arbeit.

Gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Zukunftsjahr 25/26 waren wir zu Gast bei Radio SOL und Change Media TV.

Die Aufzeichnung des Radio- und TV-Interviews ist hier veröffentlicht.

Vom Zukunftsjahr zum Campus Leben

Aus dem gemeinsamen Jahr entstand bei den Jugendlichen der Wunsch, den Weg als Gemeinschaft weiterzugehen. Sie möchten ihre Erfahrungen nicht nur für sich behalten, sondern an jüngere Kinder weitergeben. Daraus entwickelte sich die Idee eines dreimonatigen Bildungsprogramms für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, das von den Jugendlichen selbst mitgestaltet wird.

Mit dem Netzwerk CAMPUS LEBEN entsteht dafür ein Community Hub für Lernen, Begegnung, Vernetzung und Entwicklung. Jugendliche können dort Projekte entwickeln, Veranstaltungen begleiten, Gemeinschaften unterstützen, eigene Ideen umsetzen und neue Erfahrungsräume schaffen.

Als Netzwerk-Fellows können junge Menschen ihre Fähigkeiten künftig in realen Praxisfeldern einbringen – etwa in Kinderbildungsprogrammen, Fotografie-Angeboten, Catering- und Kochprojekten, Kreativwerkstätten, Medien- und Content-Agenturen, Lernbegleitung, Naturpädagogik, Veranstaltungsorganisation oder gemeinwohlorientierten Projekten.

Wichtig ist dabei: Leistung wird gesehen und wertgeschätzt. Wer Verantwortung übernimmt und konkrete Arbeit leistet, soll auch Anerkennung und angemessene Vergütung erfahren. So entsteht früh ein Verständnis dafür, mit den eigenen Fähigkeiten Wert zu schaffen.

Ein neuer Wirkungsort entsteht

Parallel zur Rückschau arbeitet TAPOJA intensiv an den nächsten Schritten. Derzeit laufen Verhandlungen für den Erwerb eines besonderen Platzes in Oberösterreich. Dort sollen künftig das Zukunftsjahr und weitere Schlüsselprogramme beheimatet werden. Zugleich soll hier die erste Hüterschule Europas entstehen.

Diese Aufbauphase erfordert Zeit, Kraft und Konzentration. Deshalb wird im laufenden Jahr bewusst kein Zukunftsjahr und auch keine Schnupperwoche angeboten. Stattdessen bündelt TAPOJA seine Ressourcen, um die Voraussetzungen für einen nachhaltigen, zukunftsweisenden und wirksamen Bildungsort zu schaffen.

Perspektive: Ganzheitlicher Unternehmer

Ein weiterer Entwicklungsschritt ist bereits in Arbeit: ein längerfristiger Bildungs- und Entwicklungsweg zum Ganzheitlichen Unternehmer. Dieser Ansatz verbindet Persönlichkeitsentwicklung, Berufspraxis, Unternehmertum, Gemeinschaft, Verantwortung und Potentialentfaltung.

Lernen und Handeln werden dabei nicht getrennt, sondern in einen gemeinsamen Erfahrungsweg gebracht. Aus Mentoring, realen Projekten, Netzwerkpartnern und eigener Wertschöpfung kann Schritt für Schritt ein neues Berufsfeld entstehen – getragen von jungen Menschen, die ihre Talente nicht nur erkennen, sondern auch praktisch einsetzen.

Fazit
TAPOJA-Zukunftsjahr 2025/26

Das TAPOJA-Zukunftsjahr 2025/26 hat gezeigt: Junge Menschen brauchen nicht nur Belehrung, sondern Räume, in denen sie wachsen, ausprobieren, Verantwortung übernehmen und eigene Wege sichtbar machen können.

Fünf Jugendliche haben in diesem Pilotjahr fünf unterschiedliche Zukunftsspuren gelegt. Gemeinsam zeigen sie, dass Bildung dort lebendig wird, wo Vertrauen, Praxis, Gemeinschaft und persönliche Entfaltung zusammenkommen.

TAPOJA geht diesen Weg weiter – mit dem Aufbau eines neuen Ortes, dem Campus Leben und der Perspektive einer Hüterschule, die jungen Menschen hilft, ihre Fähigkeiten in Freiheit, Verantwortung und Verbundenheit zu entfalten.

Tapoja Banner

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