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Hanf – historisch & gesundheitlich betrachtet

Seit nachweislich mehr als 12.000 Jahren wird Hanf vielseitig von Menschen genutzt.

Damit zählt der Hanf zu einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Doch um den Hanf rankt sich ein Mythos. Ob zu Unrecht oder Recht wollen wir nicht beurteilen. Vielmehr möchten wir den Zugang zu gesundheitlichem Nutzen schaffen. Der GAIA Marktplatz wurde um seriöse Hanfprodukte erweitert.

Blicken wir zuerst einmal zurück. Verfolgen wir die Spur der Hanfpflanze in der Geschichte. Erfahren wir etwas zu deren vielseitiger Nutzung und warum Hanf in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Niedergang erlebte.

  • In Taiwan hat man 12.000 Jahre alte Tonscherben gefunden, die zierende Streifen aus Hanfschnüren aufwiesen.
  • Der älteste mitteleuropäische Fund, der auf die Nutzung von Hanf hindeutet, stammt aus Eisenberg in Thüringen (DE). Dort fand man Hanfsamen, die auf etwa 5.500 vor unserer Zeit datiert wurden.
  • Aus der Zeit um 3000 vor unserer Zeitrechnung gibt es Hinweise auf die Hanfnutzung auch in Ägypten.
  • Die ersten Seile aus Hanffasern wurden in China um etwa 2.800 vor unserer Zeit gedreht, auch das älteste Papier der Welt ist hier um 140 bis 87 vor unserer Zeit aus Hanffasern erstellt worden.
  • Die ältesten europäischen Funde stammen aus der Hallstattzeit zwischen 800 und 400 vor unserer Zeit. Vor allem der gewebte Stoff aus Hanfbast spielte damals eine Rolle.
  • Schenkt man der Legende Glauben, soll sich der junge Buddha 800 vor unserer Zeit während seiner sechs Jahre andauernden Askese auf seinem Erleuchtungspfad ausschließlich von Hanfsamen ernährt haben.
  • Schon vor 2.500 Jahren scheint Cannabis (der lateinische Name der Hanfpflanze) für die Kulturen Zentralasiens eine große Bedeutung gehabt zu haben. Dafür sprechen Hanfpflanzen und -blüten als Grabbeigaben. Im Nordwesten Chinas haben Archäologen ein Grab mit ungewöhnlicher Ausstattung entdeckt. Denn der etwa um 500 vor unserer Zeit verstorbene Mensch war mit einer Decke aus 13 Cannabis-Pflanzen zugedeckt worden. In benachbarten Gräbern fanden sich auch Hanfblüten. Nach Ansicht der Forscher sprechen diese Funde dafür, dass Cannabis in Zentralasien bereits damals für medizinische und rituelle Zwecke genutzt wurde.
  • Archäologische Funde legen nahe, dass Hanf auch in der keltischen und germanischen Kultur weit verbreitet gewesen war. Aufgrund des Fehlens von schriftlichen Quellen lässt sich jedoch über die Art und Weise der Anwendung nur mutmaßen. Von den Germanen wissen wir, dass sie damit in ihren Schwitzhütten räucherten. Im Jahr 812 unserer Zeit erwähnte Kaiser Karl der Große (727/748 – 814) in Kapitel LXII seiner Landgüterverordnung, der sogenannten “Capitulare de villis vel curtis imperii”, ebanfalls den Hanf (canava).
  • Im Mittelalter wurde Hanf dann von der katholischen Kirche verteufelt. Menschen, die sich mit der Pflanze befassten, wurden verfolgt, wodurch vermutlich viele Aspekte der traditionellen Volksmedizin und mündlich überlieferter Kräuterkunde verloren gingen.
  • Nachweislich erst die Benediktinerin und Universalgelehrte in Ethik, Kosmologie, Medizin, Musik und Religion, Hildegard von Bingen (1098 – 1179) berichtete wieder lobend von der Heilkraft der Hanfsamen. Sie zu essen, lindere Beschwerden im Magen, ein mit ihnen gefertigter Umschlag helfe bei der Behandlung von Wunden und Geschwüren.
  • Die Sehnen der mittelalterlichen Langbögen machte die widerstandsfähige Faser des Hanfes zu äußerst robusten Waffen mit ausgesprochen starker Zugkraft. Im 13. Jahrhundert wurden auch Lumpen aus Hanffasern gesammelt, um aus ihnen Papier herzustellen.
  • 1455 ließ Johannes Gutenberg (etwa 1400 – 1468), der Erfinder des modernen Buchdrucks und der Druckerpresse, seine erste Bibel (die berühmte Gutenbergbibel) auf Hanfpapier drucken. Als der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus (etwa 1451 – 1506) im Jahre 1492 den amerikanischen Kontinent entdeckte, waren sowohl die Kleidung der Seefahrer als auch die Taue und Segel seiner Schiffe und selbst die Schiffskarte aus Hanf gemacht. Für die Seefahrt waren Taue und Segel aus Hanf besonders kostbar, da sich diese Fasern als sehr widerstandsfähig gegenüber Salzwasser zeigten. Denn sie saugten nur wenig Wasser an und schonten so die Masten vor übermäßigem Gewicht. Zu den ersten Geschenken, die Kolumbus den amerikanischen Ureinwohnern schenkte, gehörten Kleidungsstücke aus Hanf und Hanfsamen.
  • Selbst die ersten Entwürfe der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und die 1776 unterzeichnete Erklärung waren auf Papier aus Hanf gedruckt. George Washington (1732 – 1799), von 1789 – 1797 der erste Präsident der der Vereinigten Staaten von Amerika, baute auf seinen privaten Plantagen Hanf an.
  • Die erste Jeans der bekannten amerikanischen Marke “Lewi’s” wurde 1873 aus Hanf gefertigt. Sie war sehr schnell beliebt wegen ihrer hohen Robustheit. Vielleicht wurde dadurch der Siegeszug dieser Art der Bekleidung gestartet?
  • Um 1900 zählte eine Hanf-Tinktur in den Apotheken zu den beliebtesten und meistverkauften Arzneien.
  • Ab 1925 erwirkte die “Anti-Marihuana Lobby” unter der Führung von Harry Anslinger unter großem Aufwand die Einstufung von Marihuana als gefährliche Droge. In weiterer Folge wird die gesamtwirtschaftliche Nutzung von Hanf in vielen industrieregulierten Gesellschaften der Welt verbannt bzw. verboten.
  • Ein interessanter Fakt aus der Zeit nach diesem Umschwung ist uns noch bekannt: Der Pionier der Autobauer, Henry Ford, präsentierte 1941 ein Auto mit einer hanffaserverstärkten Kunststoffkarosserie. Sie setzte sich trotz – aus heutiger Sicht – “sehr ökologischen Effekten” nicht durch. Das “Warum” ist Spekulation. Fakt ist, diese Karosse war bei weniger Eigengewicht um das Zehnfache stoßfester als eine Stahlkarosse.

Hanf in Österreich

Auch in Österreich lässt sich die mittelalterliche Verankerung von Hanf nachvollziehen. Zahlreiche Namensgebungen weisen auf den Anbau von Hanf hin, wie zum Beispiel in den niederösterreichischen Orten Amstetten („Hampstätten“) oder Hanfthal („Hanifthal“). Die Anbauflächen nahmen zur Zeit des zweiten Weltkriegs zu und sorgten dafür, dass auch eine Hanf-Verarbeitungsindustrie entstehen konnte. Durch die Entwicklung neuer Technologien zur Herstellung günstigerer Kunstfasern und durch die Einfuhr billigerer Naturfasern wie Jute, Sisal und Baumwolle kam es hier jedoch zum Niedergang des Hanfanbaus.
Ab dem Jahre 1969 wurde Nutzhanf nicht mehr in den Statistiken erwähnt, da er in Europa nicht mehr angebaut werden durfte. Erst nach dem EU-Beitritt 1995 wurde die Pflanzengattung Cannabis sativa in Österreich wieder angebaut.

Gesundheitliche Erkenntnisse rund um die Hanfpflanze

Nach langer Zeit der Missachtung rückt die Hanfpflanze endlich wieder mehr in den Fokus medizinischer Forschung. Finde am Beitragsende einen Link zu einer Auswahl von Ergebnissen der Grundlagenforschung und wissenschaftlicher Arbeiten. Sie alle untersuchen gesundheitliche Wirkungen der Hanfpflanze und insbesondere die von in Hanf enthaltenem Cannbidiol (CBD). Diese Studien kommen zu ausschliesslich positiven Ergebnissen. Erkunde Themenbereiche wie Schmerzen, Entzündungen, Angststörungen, Multiple Sklerose, Übergewicht, Akne, Depressionen, Grüner Star, Blutdruck, Epilepsie, Krebs, Alzheimer und Schlafstörungen. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass diese Ergebnisse zwar sehr überzeugend wirken, wir jedoch an keiner Stelle Empfehlungen zum Verzehr, zur Dosierung oder gar zu medizinischen Einsatzgebieten abgeben können. Das ist schon vom Gesetzgeber her untersagt.

Im Juni 2018 ist das „Expert Committee on Drug Dependence“ (ECDD) der WHO (Weltgesundheitsorganisation) in Genf zusammengekommen. Ziel dieses Treffens war, darüber zu diskutieren, inwieweit die Einstufung von Cannabis als gefährliche Droge überhaupt noch haltbar ist.

Das ECDD stellte bei seiner Vorprüfung fest, dass es genügend fundierte wissenschaftliche Beweise dafür gibt, um die Klassifizierung von Cannabis in der Substanzkategorie harter Drogen einem mehrstufigen Überprüfungsprozess zu unterziehen. Denn man stellte fest, dass Cannabis ein „relativ sicheres Medikament“ und keine Substanz ist, die zu tödlichen Überdosen führt. Außerdem liegen auch keine Beweise vor, dass die Einnahme von Cannabis das Herz-Kreislauf-System gefährdet. Cannabis besitzt überdies die Fähigkeit, das Wachstum von Krebszellen zu verlangsamen. Es bestehe zwar ein Gesundheitsrisiko, wenn man Cannabis raucht, doch dieses Risiko sei zu vernachlässigen, da es zahlreiche andere Möglichkeiten der Einnahme gibt.

Die WHO möchte im November diesen Jahres eine gründliche Überprüfung der Heilpflanze durchführen.
Dabei sollen wissenschaftliche Experten aus den Fachbereichen der Pharmakologie, Toxikologie und Epidemiologie die therapeutische Anwendung von CBD (Cannabodiol) und THC untersuchen. Abschließend sollen sie dann bewerten, ob oder inwieweit Hanf noch mehr kontrolliert gehört bzw. nach internationalem Recht weiter zu regulieren ist.

„Viele Länder erlauben die Verwendung von Cannabis zur Behandlung von Krankheiten wie Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Schmerzen nach Verletzungen und Multipler Sklerose“, heißt es in dem Bericht des ECDD (Krankenkassen vermelden bereits Kostenexplosion bei medizinischem Cannabis).
„Die dem Ausschuss vorgelegten Beweise deuten nicht darauf hin, dass Cannabispflanzen und Cannabisharz ähnliche schädliche Wirkungen haben wie andere Substanzen, die in Anhang IV des Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961 über Suchtstoffe aufgeführt sind. Die Einstufung von Cannabis und Cannabisharz in die Substanzkategorie IV scheint nicht mit den zugrundegelegten Kriterien vereinbar zu sein.“

Auch der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus musste auf den Bericht der Kommission reagieren. Er erklärte, dass „es genügend Beweise gibt, um eine kritische Überprüfung aller Aspekte hinsichtlich des Hanfverbots vorzunehmen“. Nach der vollständigen Überprüfung im November 2018 wird UN-Generalsekretär Antonio Guterres den Bericht des Expertenkomitees entgegennehmen und das Thema voraussichtlich vor die UNO bringen.

Wir bringen das Thema Hanf nun zu GAIA.


Seit kurzer Zeit bieten wir auf dem GAIA Marktplatz u.a. zahlreiche Öle aus Hanfsamen aus dem erlaubten EU Sortenkatalog an. Möglich wurde das durch eine Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen HempMate AG. Deren Anbaugebiete befinden sich in der Schweiz und in Österreich. Das Unternehmen wird ständig von zwei unabhängigen Laboren kontrolliert. So ist sichergestellt, das alle Produkte die gesetzlichen europäischen und nationalen Grenzwerte für Handel, Besitz und Konsum unterschritten sind. GAIA Mitglieder profitieren wie immer von 10% Preisvorteil. Finde einen Überblick zu Studien und den Direktlink zu Hanfartikeln hier.

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