Pflege, Vorsorge, Gespräch und Begleitung im Alltag miteinander
All das ist wichtig. Doch für mich beginnt Gesundheit nicht erst dort, wo Krankheit bereits sichtbar geworden ist. Gesundheit beginnt viel früher: im Alltag, in den Beziehungen, in der eigenen Wahrnehmung, in der Fähigkeit, Grenzen zu erkennen, Belastungen ernst zu nehmen und rechtzeitig etwas zu verändern.
Ich bezeichne mich als holistische Gesundheitsschwester, weil ich den Menschen nicht nur über Symptome, Diagnosen oder Pflegebedarf wahrnehme. Ich sehe den ganzen Menschen: seine Lebenssituation, seine Erfahrungen, seine körperliche Verfassung, seine seelische Belastung, seine sozialen Beziehungen und seine Möglichkeiten, wieder mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.
Wer ich bin
Mein Name ist Doreen Müller. Ich bin 40 Jahre alt und seit 2006 als gelernte Krankenschwester tätig. Aktuell arbeite ich in einem Pflegeheim mit Schwerpunkt auf psychosozialer Pflege und Betreuung der Bewohner.
Als Krankenschwester, Mama zweier Kinder und ganzheitliche Begleiterin bringe ich nicht nur Fachwissen mit, sondern auch eigene Lebens- und Krisenerfahrungen. Ich weiß, wie herausfordernd gesundheitliche und persönliche Umbruchphasen sein können – und wie wertvoll Orientierung, Verständnis und echte Begleitung auf diesem Weg sind.
Ich möchte Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen. Auch deshalb, weil ich selbst Krisen erlebt habe: die Trennung aus einer toxischen Verbindung, die überwiegend alleinige Verantwortung für meine Kinder, finanzielle Belastungen, materielle Herausforderungen und zwischenmenschliche Konflikte.
Was mir wichtig ist: Zugehörigkeit, Gesellschaft und Gemeinschaft. Ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, respektiert wird und gewollt ist.
Was holistische Gesundheitspflege für mich bedeutet
Als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin umfasst mein Tätigkeitsfeld Kompetenz bei Notfällen, Kompetenz bei medizinischer Diagnostik und Therapie sowie pflegerische Kernkompetenzen.
In meinem eigenen Angebot konzentriere ich mich vor allem auf den Bereich der pflegerischen Kernkompetenzen. Dazu gehören zum Beispiel psychosoziale Betreuung und Gesprächsführung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Wiederherstellung, Unterstützung und Förderung der Aktivitäten des täglichen Lebens.
Mein Ziel ist, dass Notfälle oder intensive medizinische Pflegetätigkeiten möglichst gar nicht erst notwendig werden.
Holistische Gesundheitspflege bedeutet für mich, Gesundheitserhaltung, Vorsorge und Gesundheitsbewusstsein in den Vordergrund zu stellen. Wenn gesundheitliche Herausforderungen auftreten, geht es mir darum, nicht nur auf Symptome zu schauen, sondern auch auf mögliche Ursachen.
Ich begleite Menschen dabei, Zusammenhänge zu erkennen und Veränderungen im eigenen Leben umzusetzen, die an diesen Ursachen ansetzen. So kann Selbstbestimmung entstehen, erhalten bleiben oder wiedergewonnen werden.
Wichtig ist mir dabei auch die Verbindung mit Ärzten, die den Menschen ebenfalls ganzheitlich wahrnehmen – Ärzte, die nicht nur an der Symptombekämpfung ansetzen, sondern Menschen wieder stärker in ihre Eigenverantwortung bringen.
Was ich anders mache als klassische Pflege
Klassische Pflege ist häufig stark auf konkrete Tätigkeiten ausgerichtet: Verbände wechseln, Rahmenbedingungen zur Heilung sicherstellen, medizinische Abläufe unterstützen, Mobilität fördern oder Alltagshilfe leisten.
Diese Tätigkeiten bleiben wichtig. Ich sehe sie jedoch als Teil eines größeren Ganzen.
Neben notwendiger Pflege möchte ich dem betroffenen Menschen durch Erklären, Zuhören und gezielte Fragen helfen, mögliche Ursachen seiner gesundheitlichen Herausforderungen zu erkennen. Ich unterstütze ihn dabei, eigenverantwortliche Aktivitäten in seinen Alltag einzubauen und neue Routinen zu entwickeln.
Zusätzlich biete ich – wo passend und gewünscht – auch die Anwendung alternativer Mittel wie Öle an. Besonders wichtig ist mir aber der soziale Kontakt. Einem Menschen wirklich zuzuhören, ist für mich essenziell.
Denn oft beginnt Entlastung nicht mit einer Maßnahme, sondern mit dem Gefühl: Ich werde gesehen. Ich werde ernst genommen. Ich bin nicht nur Patient, sondern Mensch.
Welchen Nutzen meine Begleitung haben kann
Durch Kontakte zu Ärzten, die den Menschen ebenfalls ganzheitlich wahrnehmen, biete ich in Abstimmung eine Kombination aus ärztlicher Beratung und wertschätzender Betreuung des Menschen in seinem individuellen Sein.
Konkret bedeutet das: Der betreute Mensch lernt, Erschöpfung und Überforderung frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen, statt erst zu reagieren, wenn der Körper streikt.
Er kann mehr Energie und Lebensfreude gewinnen, weil er seinen eigenen Rhythmus bei Ernährung, Schlaf, Pausen und Grenzen besser versteht und leben kann.
Er erhält klare Struktur und Orientierung durch praktische individuelle Unterstützung, unter anderem bei Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Alltagsroutinen, die wirklich zu ihm passen.
Statt nur Symptome zu behandeln, unterstütze ich Menschen dabei, Ursachen zu erkennen und eigenverantwortlich Veränderungen umzusetzen. Dadurch können gesundheitliche Krisen seltener werden oder deutlich milder ausfallen.
Mein Anliegen ist, dass sich der Mensch gesehen, wertgeschätzt und gestärkt fühlt – nicht als „Patient“, sondern als ganzer Mensch in seiner individuellen Situation.
Ich lege großen Wert darauf, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Krankheit möglichst gar nicht erst auftritt und Gesundheit in Eigenverantwortung erhalten werden kann.
Begleitung vor Ort, online oder telefonisch
Meine Begleitung kann auch online mittels Videogespräch oder telefonisch erfolgen. Nach Vereinbarung ist auch eine Begleitung mit meiner Tochter und meinem Hund möglich.
Der Wertausgleich erfolgt gewerberechtlich mittels Geld. Gleichzeitig freue ich mich auf eine Zeit, in der wir uns gegenseitig stärker auf Grundlage von Schenkökonomie wertschätzen.
Dazu passen auch diese Beiträge:
Rechtlicher Rahmen
Aktivitäten im Gesundheitsbereich sind rechtlich stark geregelt. Deshalb ist es mir wichtig, den Rahmen meines Angebots klar zu benennen. Ich verweise dazu auf die geltenden Gesetzestexte des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, insbesondere auf § 14 GuKG zu den pflegerischen Kernkompetenzen. Besonders relevant sind dabei:
Punkt 7: Förderung der Gesundheitskompetenz, Gesundheitsförderung und Prävention
Punkt 17: Psychosoziale Betreuung in der Gesundheits- und Krankenpflege