Wissen oder Glauben? – Zeit für neue Fragen
Sind wir wirklich klüger als frühere Generationen?
Viele Menschen sind überzeugt, dass unsere heutige Gesellschaft – dank technologischem Fortschritt, wissenschaftlicher Erkenntnisse und Bildung – über mehr Wissen verfügt als je zuvor. Im Gegensatz dazu gelten frühere Generationen oft als naiv oder unwissend. Doch dieser Eindruck ist irreführend. Begründet sich unsere heutige scheinbare „Überlegenheit“ vielleicht nur auf dem Glauben an Experten und die Übereinstimmung mit deren Theorien? Diese Gedankengebäude haben wir während unserer Schulzeit übernommen und sie kaum in Frage gestellt. Doch heute scheint die Zeit reif zu sein, auch in dieser S&G Fragen zu stellen und einige Theorien als nicht wirklich faktenbasiert oder als überholt zu entlarven.
Die Redaktion (str.)
Leseproben der aktuellen Ausgabe
Wissen oder Glauben einst und heute
str. Den Index unerwünschter Schriften und Meinungsäußerungen hat die katholische Kirche erst im Jahr 1966 abgeschafft - nicht aber die innerkirchliche Zensur. Die Inquisition wurde „nur“ in „Glaubenskongregation“ umbenannt und zensiert auch heute noch unerwünschte Publikationen von Klerikern. In die Schulbücher geschafft hat es schon deutlich vor 1966 das Heliozentrische Weltbild, also der Glaube, dass die Erde eine Kugel sei und sich um die Sonne dreht. Für die Verbreitung dieser These, an die heute jedes Kind glaubt, wurde Galileo Galilei 1633 noch zu lebenslanger Kerkerstrafe verurteilt und entkam nur knapp der Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen. Hier wird bewusst von „Glaube“ geschrieben, da Wissen eine kritische Prüfung voraussetzt. Wer hier Wissen für sich beansprucht, sollte auch die damit verbundenen Fragen beantworten können.
Verdrehte Argumentation oder verdrehte Welt?
rl. 2015 wurde uns die grenzenlose Zuwanderung damit verkauft, dass wir dringend Fachkräfte benötigen, die unsere Rente bezahlen. „Wir schaffen das!“ war das Motto der damaligen Kanzlerin Merkel. Heute, 2025, wird darüber diskutiert, dass Rentner zusätzlich arbeiten sollen, um die durch den unbegrenzten Zuzug belasteten Sozialsysteme zu finanzieren. Wer das in den letzten Jahren kritisierte und darauf hingewiesen hat, dass überwiegend zuwandernde kulturfremde Analphabeten keine Fachkräfte sind und die Sozialsysteme nicht finanzieren sondern belasten, wurde diffamiert und in die rechte Ecke gestellt. Wann werden diese Menschen rehabilitiert und die damaligen Lügner zur Verantwortung gezogen?
Zensur – das Gegenteil wissenschaftlicher Entwicklung
iw. Wie kann es sein, dass wir uns heute über die Zensur im Mittelalter amüsieren oder uns über Länder wie Nordkorea echauffieren – gleichzeitig aber in der EU und in Deutschland ebenfalls zensiert wird? Ein Beispiel dafür ist der Digital Services Act, der mit der vordergründigen Absicht, die Bürger zu schützen, am 21. März 2024 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. In der Praxis kann dieses Gesetzeswerk jedoch jede vom Regierungsnarrativ abweichende Meinung zu einer Straftat machen. Wohin Zensur führen kann, haben wir im Mittelalter gesehen. Da hatte jede theologische Fakultät an den Universitäten die Macht, unerwünschtes Wissen auf den Index zu setzen und zu verbieten. Natürlich auch damals schon offiziell nur um die Menschheit vor „Irrlehren“ zu schützen, was dann letztendlich zur Inquisition führte. Mit den als „Hexen“ diffamierten Frauen wurde viel Wissen verbrannt, z.B. über Kräuterheilkunde. Scheiterhaufen sind zwar Geschichte – heute werden Menschen, die dem Zeitgeist widersprechen, medial „verbrannt“, etwa in Talkshows oder sozialen Netzwerken. Das ist nicht nur effizienter, sondern passt auch besser zum Ideal der CO2Neutralität.
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