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Die Schule in Not

Lehrerbericht Südtirol Alexandra Terzic Auer

Wer einen Blick hinter die Fassade des Schulsystems werfen möchte ...

der lese diesen Bericht von 2 Südtiroler Lehrern. In Deutschland und Österreich zeigt sich nämlich exakt das gleiche Bild:

Zwei Lehrer haben sich anonym über die unerträglichen Zustände an einigen Schulen in Südtirol geäußert

Es wird von einigen Vorfällen aus jüngster Zeit berichtet, wie dem eines Jungen, der in einer Mittelschule in Meran von einem Mitschüler mit einem Messer bedroht wurde, oder dem eines Jungen, der einige Tage später von Mitschülern im Bus verprügelt wurde. Das sind Nachrichten, aber es gibt eine ganze Reihe von Vorfällen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen: Schülerinnen, die sexuell missbraucht oder sich selbst überlassen werden, Jungen, die Selbstmordgedanken haben. Und andere äußerst schwierige Situationen.

Angesichts dieser problematischen Situation – es genügt zu sagen, dass Anfang Mai mehr als tausend Lehrer die Petition “Schule in Not” unterschrieben haben – haben zwei Lehrer, die sich nicht offiziell äußern konnten, den Weg eines anonymen Interviews gewählt, um das Thema öffentlich zu machen.

“Wenn ich an meine Ausbildung denke”, sagte eine der beiden Personen, ein Mittelschullehrer, “muss ich sagen, dass der Schulalltag nichts mit dem zu tun hat, was ich während meiner fünfjährigen Ausbildung gelernt habe. Ich bin mit Dingen beschäftigt, die nichts mit dem zu tun haben, was ich gelernt habe”.

Die Schulbehörde hat die Kriterien für die Zuweisung von Personal für die Integration angehoben, stellt der Lehrer fest. “Manchmal muss ich mich auf einen Schüler in einer problematischen Situation konzentrieren”.

Zu viele Kinder brauchen Hilfe. Die Hilfe wird von der Schule nicht angefordert oder ist schlecht organisiert. Es dauert Monate, bis man Psychologen oder Sozialarbeiter bekommt.

Sein Kollege wünscht sich Arbeitstische, an denen die betroffenen Lehrer teilnehmen und nicht die Schulleiter: “Die Schulbehörde muss aufhören, an einem Tisch zu sitzen. Außerdem ist es nutzlos, wenn nur Schulleiter eingeladen werden, die den Alltag im Klassenzimmer nicht kennen. Die Schulbehörde muss auf die Menschen hören, die täglich mit den Kindern arbeiten”.

Die beiden Lehrer fordern mehr Unterstützung für Schulen in Schwierigkeiten und betonen, dass die Qualität des Systems nicht an Schulen gemessen werden kann, in denen es keine Kinder und Jugendlichen mit ernsthaften Problemen gibt. Im Gegenteil, gerade die problematischen Orte sollten als Indikator für den Stand der Dinge dienen. Gerade dort werden ständig Psychologen, Logopäden, Sprachlehrer und Pädagogen benötigt. Wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird, so betont einer der beiden Gesprächspartner, besteht die Gefahr, dass erfahrene Lehrer den Problemschulen den Rücken kehren.

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