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Faktencheck: Energie aus Krafthebel, Rumänien

Wir kündigten an, intensiver über Aktivitäten im Bereich Energie & Technologie zu berichten.

Beginnen möchten wir damit im Mai 2016 und unserem Besuch bei Valentin V. in Rumänien. Sein Partner Horst G. kontaktierte uns.

Die erste Kontaktaufnahme im Mai 2016 fand schriftlich statt, er schrieb:

Guten Tag,
wir haben ein System entwickelt das 10kw freie Energy liefern kann. Wir waren mit Rosch Energy im Gespräch, im November war ich bei Herr Ulrich Gaedke, Rosch und Herr Gaedke sind nicht mehr zu erreichen. Würde wissen ob Sie Interesse an dem System haben? Wir wollen das System in Kürze auf den Markt bringen. Bei Interesse bitte melden.

So weit, so interessant. Auf unsere Nachfrage mit der Bitte um etwas mehr Details erreichte uns zügig seine zweite Nachricht:

Sehr geehrter Herr Reuter
unser Gerät funktioniert über hebung der Kraft, wir haben einen kleinen Motor am Eingang und ein 10-20KW PMG Generator am Ausgang, das Gerät wird mit Strohm gestartet, der Eingangsmotor verbraucht max. 2KW und im Ausgang haben wir 10- 20KW, Wir können das Gerät auch als selbstläufer machen dann bekommt der Eingagsmotor den Strohm vom Generator oder wir lassen den Eingangsmotor angeschlossen an der Steckdose. Es kommt auf das Gleiche heraus, wichtig sind die 10KW Überschuss. Wir sind jetzt gerade dabei ein 60kw Generator zu drehen mit einem Eingangsmotor von 5KW. Wir brauchen einen seriösen Partner um unsere Geräte auf den Markt zu bringen. Hoffe Sie verstehen etwas von meiner Erklärung.

Im Zuge weiterer E-Mails und Telefonate wurden uns schließlich auch die finanziellen Wünsche übermittelt: Eine Million Euro. Das schockierte uns nicht – denn solche Forderungen hatten wir bereits öfters gehört und mit unserer Strategie der gemeinsamen Markeinführung bisher gut aushebeln können. Also beschlossen wir, uns vor Ort ein Bild zu machen. Deutschsprachig fühlten wir uns gut übersetzt und Rumänien befanden wir ab Wien mit dem Auto als schnell und gut erreichbar. Wir fuhren somit in die Region um Clui Napoca. Dort stellte sich die Situation dann jedoch “etwas anders” dar, als im Vorfeld schriftlich und telefonisch bestätigt.

 Maschine Nummer 1

Wie vereinbart fand sich Horst G. am Treffpunkt an einer großen Bundesstraße ein und wir fuhren gemeinsam unter seiner Anleitung in die Pampa. Angekommen in einem kleinen Bauerndorf war die erste unerwartete Situation das verschlossene Hoftor des Erfinders. Nach kurzer Nachforschung fanden wir ihn im lokalen Gasthaus und bald öffneten wir gemeinsam sein Hoftor. Unser Blick fiel sofort auf ein Gerät, das vielleicht nicht üblicherweise mitten in einem Hof dort steht. Schnell waren ein paar Messgeräte zur Hand und ebenso schnell auch eine Flasche vom eigenen Hausbrand.

Valentin startete seine Anlage mit externem Strom. Die Maschine ratterte los. Die internen Mechanismen taten wohl Ihres. Dann kam das Kabel vom außen ab und die Maschine lief weiter. Ein schwarzes Kabel wurde angesteckt und Spannung und Strom flossen jetzt in Richtung eines Glühbirnenfeldes mit 100W Birnen. Sie begannen kurz darauf auch zu leuchten – je fader, umso mehr Reihen zugeschaltet wurden. Unsere Gesten und übersetzen Nachfrage zum Öffnen der Maschine wurden erst einmal mit der typischen Bewegung von Daumen und Zeigefinger abgelehnt – aha. Ganz grundsätzlich fanden wir keinen Anlass zu vermuten, das hier weiterhin Strom von außen zugeführt wurde. Doch die Bilanz war nicht im vorab kommunizierten Bereich. So vermuteten wir, das hier nur wenige Steine aufeinander passen.

Maschine Nummer 2

Nachdem wir jedoch einmal dort waren, wollten wir das Maximum an Möglichkeiten am Ende des Tages erreicht haben. So ließen wir unseren Blick weiter über den Hof wandern und betrachteten eine andere Maschine neben dem Eingang. Was das wohl war?
Je eine senkrechte Platte rotierte auf zwei hintereinanderliegenden Metallscheiben hinter einer Verkleidung aus Gartenhaus-Milchglas-Plastik nahezu lautlos vor sich hin. Ein genormter Kraftstromstecker suggestierte uns: “Hier kommt Energie raus”. Also fragten wir wieder nach. Konnten wir doch rundherum keine eingehenden Kabel sehen, welche das System versorgten. Uns wurde Gravitation als Grundlage der Funktion erklärt, das Wirkprinzip jedoch nicht weiter erörtert. Und das wohl bis zu 60kW Energie rausgehen könnten. Interessant! Dann wurde ein wenig hektischer hin und her diskutiert.

Schließlich landeten wir in einem “nahegelegenen” Restaurant – in 30km Entfernung. Dort haben wir unsere Strategie dann umfänglich erklärt. Sie leuchtete Ihnen ein und wir unterschrieben wieder am Hof eine saubere strategische Vereinbarung. Die erste Etappe richtete sich an den Erfinder: Es ging darum, in neutraler Umgebung mit einem funktionalen Prototypen für eine Woche Laufzeit unter Aufsicht autark und mit Videostream genormte Verbraucher zu versorgen. Er sagte das zu und bat sich 2 Wochen Zeit für die Umsetzung aus. Wir fühlten uns am richtigen Pfad.

Wieder zu Hause passierte nach 2 Wochen nichts. Wir erlebten jedoch, das die Partner doch nicht so fixe Partner waren. Wir nutzen also eine neutrale Übersetzungshilfe und nahmen direkt mit Valentin V. Kontakt auf. In den Folgewochen konnten wir keinen roten Faden mehr finden. Sein Partner Horst G. wendet sich von Ihm ab und sagte uns gegenüber zu, das er als sein Partner ja auch im Besitz der Technologie wäre und er ohne Valentin V. auch einen Prototypen bauen könnte – unsere gemeinsame Vereinbarung verhinderte dies nicht und Valentin V. hätte von Erfolgen daraus auch profitiert.

Was nun folgte, können wir stark abkürzen.

Horst G. versprach in zahlreichen Anrufen und E-Mails immer wieder “Kurz-Vor-Fertig” zu sein. Unsere letzte Nachfrage dazu liegt erst wenige Wochen zurück. Valentin trennte sich augenscheinlich von Horst G. und fand wohl neue Partner, die zwischenzeitlich auch “Kurz-vor-Fertig-Meldungen” frankierten. Darüber hinaus wurden wir informiert, das Valentin V. noch ein paar andere Investoren verprellte, die wohl schneller als wir richtiges Geld investierten.

ALLE FAKTEN IM ÜBERBLICK

Technologiekonzept
Es handelt sich um einen Schwungrad Generator. Ein stationäres System mit ca. 10 kW netto Energieertrag.

In der folgenden Übersicht liefern wir Fakten zur Erfindung, ggf. auch zu Overunity, die Situation der Rechte sowie entstandene Aufwendungen zur Feststellung.

DETAILS

GAIA

ERFINDER

Kontaktaufnahme
Von wem wurde der Erstkontakt initiiert? X
Overunity
An der “Kraft-Hebelmaschine” konnten wir keine Overunity feststellen
Die “Gravitationsmaschine” lief ohne erkennbare Stromzufuhr autark.
O
X
X
X
Angaben zum Prototyp
Zeichnungssatz zum Prototyp vorhanden / vorgelegt? nein
Materialliste vom Prototyp vorhanden / vorgelegt? nein
Overunity Leistung seitens Erfinder avisiert? ja
Overunity vor Ort nachvollziehbar? teilweise
Overunity von GAIA gemessen? nein
Ist die Technologie reproduzierbar? eventuell
Kooperation mit GAIA ist darstellbar ja ja
Bemerkungen
– Vereinbarung stragegischer Zusammenarbeit ohne einmalige Ablösezahlung,
– Einigung auf Dauerlauf unter kontrollierten Bedingungen
Situation der Rechte
Erfinder ist der alleinige Rechteinhaber unbestätigt X
Erfinder teilt Rechte mit Dritten vermutet X
Rechteinhaber ist: Vali Energy Star
Gebrauchsmusterschutz ist aktiv O
Erfindung wurde patentiert nein
Aufwendungen für dieses Projekt
Reise zum Erfinder Mai 2016
Übersetzungsdienste Mai – Dez 2016
Summe der Aufwendungen für Projekt-, Prüfungs- und Reisekosten 3.325,00 €
Anteil von GAIA 50 %
Anteile private Unterstützer 50 %
Involvierte Menschen 4 2

Den faden Beigeschmack dieser rumänischen Erfahrung lindert auch der gute Hausbrand nicht mehr. Die dort erhaltene Flasche ist nun leer. Das Titelbild ist übrigends auch vom Hof dort. Damit begann lt. Aussagen Valentin V. alles einmal …

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