GAIA Gesellschaft für Autarkie DE EN

Energie & Technologie

Bedini-Charger 2013: Sulfatierte Bleiakkus wieder zum Leben erwecken

Bedini-Charger 2013: Sulfatierte Bleiakkus wieder zum Leben erwecken

2013 rückte beim Bedini-Prinzip eine Anwendung in den Vordergrund, die ganz praktisch klingt: alte Akkus wiederbeleben. An einem Kongress des Jupiter-Verlags präsentierte Walter Meinl, gemeinsam mit seinem Vater Siegfried Meinl und Hans-Joachim Kraus, den Prototyp eines Bedini-Chargers.

Was der Charger leisten soll

Meinl knüpfte an Bedinis „Schoolgirl“-Motor an, die einfachste Bauform der Schaltung. Gezeigt wurde, dass sich sulfatierte Bleiakkus, die man sonst entsorgen würde, mit dem Gerät wieder nutzbar machen lassen – in manchen Fällen sollen sie danach sogar besser funktionieren als zuvor. Der Charger rekonditioniere die Plattenoberflächen, und der Effekt verstärke sich mit jeder weiteren Ladung.

Bei der Vorführung lud ein laufender Motor vier Batterien. Weitere Angaben des Teams:

  • Dauerleistung des Prototyps: 500 Watt
  • Preis pro Gerät: etwa 10.000 Euro
  • Finanzierung bisher privat; geplant war eine Genossenschaft, die Strom und Wärme im Contracting verkauft – Miete über zehn Jahre, danach gehört das Gerät dem Betreiber

Interessant fand das Team die Technik vor allem für Inselanlagen: Gebäude ohne Netzanschluss, die auf Sonne und Wind angewiesen sind, müssen ihre teuren Batteriebänke etwa alle fünf Jahre ersetzen.

Bedinis „radiant energy“

Zum Hintergrund erinnerte das NET-Journal an eine Konferenz in Idaho im November 2010, organisiert von Rick Friedrich, dessen Firma Bedini-Ladegeräte vertrieb. Rund 370 Teilnehmer kamen, viele um John Bedini persönlich zu treffen, der sich lange von solchen Veranstaltungen ferngehalten hatte. Bedini sprach in Anlehnung an Nikola Tesla von „radiant energy“: Geladen würden die Batterieplatten nicht durch gewöhnlichen Stromfluss, sondern durch die steilen Spannungsspitzen beim Abschalten der Spule.

Einordnung

Dass Pulsladung sulfatierte Bleiakkus teilweise regenerieren kann, ist auch in der konventionellen Ladetechnik bekannt; Desulfatierungsgeräte arbeiten nach ähnlichem Prinzip. Das macht den Charger praktisch interessant, ist aber kein Nachweis für Energie aus dem Vakuum. Weitergehende Aussagen aus der Vorführung – etwa ein „millionenfacher Wirkungsgrad“ grosser Batteriebänke – blieben ohne Messprotokoll und sind als Erwartungen des Teams zu lesen, nicht als Ergebnis.

Die Reihe: Bedini-Rückladesystem im NET-Journal


Quellen: NET-Journal (Jupiter-Verlag) 7/8 2013, S. 9–11. Text und Schema: GAIA Redaktion.

Hinweise für bereitgestellte Inhalte von Autoren

Kommentare

Kommentare werden geladen …

Werde Mitglied, um öffentlich zu kommentieren. Kommentare schreiben GAIA-Mitglieder im Mitgliederportal — unter ihrem Nickname, sichtbar für alle.

Mitglied werden Schon Mitglied? Im Portal kommentieren →

Translate

Maschinelle Übersetzung durch Google Translate. Erst beim Klick geht die Adresse der Seite an Google — Datenschutz.