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Bedini-Motoren 2010: Nachbau-Workshops und eine Effizienz von 98 Prozent

Bedini-Motoren 2010: Nachbau-Workshops und eine Effizienz von 98 Prozent

Ein Jahr nach seinem ersten grossen Auftritt war Guy Hary am Herbstkongress 2010 des Jupiter-Verlags wieder dabei – und diesmal nicht allein. Der Bedini-Motor hatte, wie das NET-Journal schrieb, „Geschwister bekommen“.

Harys neues Modell

Seit seiner Präsentation im November 2009 hatte Hary weitergebaut. Sein Ziel nach der Pensionierung blieb unverändert: eine Maschine, die sein Haus mit Energie versorgt. Per Projektion zeigte er Fotos aus seinem Labor mit Dutzenden Modellen unterschiedlichster Bauart. Die Veranstalter lobten ausdrücklich, dass er sein Wissen nach Open-Source-Art weitergab; unter anderem hatte er eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Vereinigung für Raumenergie (SVR) beim Nachbau eines Magnetmotors beraten.

Auf die Frage nach der Effizienz seines neuesten Modells nannte Hary 98 Prozent, gemessen beim Betrieb mit zehn Superkondensatoren. Den mechanischen Energiebedarf hatte er dabei nicht mitgerechnet.

Bedini zum Selberbauen

Thomas Kirschner, Chefredaktor der Zeitschrift Nexus, hatte einen Workshop „Bedini-Motoren“ ausgeschrieben – mit grossem Zulauf. Er brachte seinen eigenen Nachbau und zwei weitere mit. Anfangs sei er „ziemlich blauäugig“ ans Werk gegangen und habe einfach drauflos gebaut; heute sei er klüger, aber noch nicht so weit wie Hary.

Einige Eckdaten aus dem Workshop:

  • Dauer zweieinhalb Tage, 200 Euro ohne Material
  • bis zu drei Kilogramm Kupfer pro Spule
  • ein fertiger Motor wiegt leicht hundert Kilogramm

Einer der Nachbauer, Stephan Becker, wollte mit einem Bedini-Motor sein Haus versorgen. Das Ziel peilte er weiter an, erreicht hatte er es nicht. Auf die Frage, was von Bedini stamme und was die Nachbauer selbst erarbeitet hätten, antwortete Becker: Bedini habe das Prinzip zusammen mit Tom Bearden verständlich gemacht – der Forschung seien darüber hinaus keine Grenzen gesetzt.

Eine Wortmeldung aus dem Publikum brachte die Stimmung auf den Punkt: Jeder solle rasch ein Gerät nachbauen und selbst eine Gruppe leiten, damit sich das Wissen möglichst weit verbreite. Der Saal applaudierte.

Einordnung

Die Zahl, die 2010 im Raum stand, ist ehrlich – und sie spricht gegen eine vorschnelle Overunity-Deutung: 98 Prozent Effizienz liegen unter 100, zumal die Mechanik nicht eingerechnet war. Was diesen Jahrgang auszeichnet, ist etwas anderes: Aus einer Erfindung wurde eine offene Bastler- und Forschungsbewegung mit Workshops, geteilten Schaltplänen und gegenseitiger Beratung. Eine unabhängige, geschlossene Energiebilanz entstand daraus nicht.

Die Reihe: Bedini-Rückladesystem im NET-Journal


Quellen: NET-Journal (Jupiter-Verlag) 7/8 2010 (Kongressvorschau); 9/10 2010 (Kongressbericht). Text und Schema: GAIA Redaktion.

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