Alzheimer: Einzige Psilocybin-Dosis weckt 80-Jährige zu neuem Leben auf
Dr. Peter F. Mayer, tkp.at
Alzheimer: Eine kleine Psilocybin-Dosis weckt 80-Jährige zu neuem Leben auf – deutlich wirksamer als alles was die Schulmedizin zu bieten hat. Ein Fallbericht, der den offiziellen Behauptungen Alzheimer widerspricht.
Wie so oft sind es nicht die milliardenschweren Pharmastudien, sondern Einzelfälle, die dem dogmatischen Mainstream die Grenzen aufzeigen. Ein neuer, in Frontiers in Neuroscience publizierter Fallbericht beschreibt eine 80-jährige Japanisch-Amerikanerin mit fortgeschrittener Alzheimer-Erkrankung – zehn Jahre Krankheitsgeschichte, davon fünf Jahre schwerer Funktionsverfall – die nach einer einzigen Dosis von fünf Gramm Psilocybin-pilzen (Enigma-Stamm) über Nacht wieder zu sprechen begann.
Die Auflistung dessen, was vor der Gabe ihre Realität war, liest sich wie ein Kondensat des Alters-Elends: fast nur noch einsilbige Äußerungen, chronische Harninkontinenz, Schluckstörungen, Bewegungsunfähigkeit, exekutive Dysfunktion, flacher Affekt, keine spontane Kommunikation. Die medizinische Lehrmeinung sagt dazu: irreversibel. Ende der Diskussion.
Was tatsächlich geschah
Was dann passierte, passt nicht in dieses Bild. Nach der Gabe fiel die Patientin in einen tiefen, schlafähnlichen Zustand mit profusem Schwitzen und klinisch vermuteter Hyperthermie – starker autonomer Aktivierung also. Und dann, rund 19 Stunden später, erwachte sie und begann stundenlang autobiografisch zu sprechen, erinnerte sich an Dinge, die jahrelang nicht mehr abrufbar schienen.
Über die folgenden Tage und Wochen dokumentierten die Autoren Verbesserungen in nahezu allen Bereichen: Sprache und Kommunikation, Gedächtnis und kontextuelle Wiedererkennung, Gehen und Mobilität, emotionale Bindung, soziales Engagement – und wiederhergestellte Blasenkontrolle nach Jahren chronischer Inkontinenz. Nach einem Monat hielten die Verbesserungen an, woraufhin ein zweiter, überwachter Psilocybin-Sitzung folgte.
Erstaunliche Enthüllungen über biochemische Prozesse
Die Autoren – Marcos Lago, Mariana Cerveira und Joe Xavier Simonet – ziehen daraus eine bemerkenswert vorsichtige Schlussfolgerung: Es gehe nicht um eine Umkehrung der Pathologie, sondern darum, dass offenbar latente funktionale Kapazitäten auch in der Spätphase der Neurodegeneration überleben und unter bestimmten neuromodulatorischen Bedingungen temporär zugänglich werden.
Es kann sich also nicht um einen dauerhaften Schaden handeln, wie immer vermutet oderr unterstellt wurde. Seit Jahrzehnten wird von der Schulmedizin behauptet, im fortgeschrittenen Alzheimer sei der kognitive Apparat unwiderruflich erloschen. Wenn eine einzige Substanz, die außerhalb des patentierbaren Big-Pharma-Schemas liegt, dieses vermeintlich erloschene System wieder aufwecken kann – dann stellt sich die Frage, was eigentlich mit den Milliarden für Antikörper gegen Amyloid-Plaques geschah.
Die jüngst publizierte TREM2-Studie AL002 etwa verfehlte ihren primären Endpunkt komplett – bei 381 Patienten und Millionen an Investitionen. Und der NAD+-Ansatz aus Cleveland zeigt in Tiermodellen, was ein Fallbericht hier am Menschen andeutet: Das Gehirn besitzt offenbar mehr Reparaturfähigkeit, als die Lehrbücher zugestehen.
Kausalität oder Zufall?
Man kann den Fallbericht als Einzelfall abtun – die Autoren selbst betonen die Limitationen: keine randomisierte Kontrollgruppe, kein Polysomnographie-Monitoring, keine standardisierten kognitiven Skalen, Kausalität nicht belegbar. Das ist methodisch redlich.
Aber genau diese Redlichkeit sollte man auch von den großen Studien fordern, die seit Jahren mit winzigen, klinisch bedeutungslosen Effekten auf der positiven Seite gerade so über die Ziellinie rutschen. Wenn ein Einzelfall mit einer einzigen Dosis einer Substanz aus dem Boden – fünf Gramm, keine Apparate, keine Infusionen – über mehrere Wochen multidimensionale Verbesserungen zeigt, während ein milliardenschwerer Antikörper nichts bewegt, dann verrät uns das mehr über die Prioritäten der Alzheimer-Forschung als hundert Konferenz-Abstracts.
Psychedelika sind keine Wundermittel – sie verlangen bei fortgeschrittener Krankheit medizinische Aufsicht und bergen Risiken, gerade bei alten Patienten mit Hyperthermie-Gefahr. Aber sie sind ein Fenster in ein Gehirn, das angeblich längst taub und stumm war. Vielleicht war es nur taub für die Erzählungen, die man ihm aufzwang – und hört auf die Frequenzen, die die Industrie lieber nicht untersucht sehen möchte.
Nicolas Hulscher berichtete für The Focal Points über diesen und ähnliche Fälle.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf tkp.at — mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter F. Mayer.
Titelbild: Von Arp - This image is Image Number 6514 at Mushroom Observer, a source for mycological images., CC BY-SA 3.0, Link
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