Yildiz-Magnetmotor 2013: Auftritt an der Genfer Erfindermesse
Im Frühjahr 2013 sprach sich unter Freie-Energie-Interessierten schnell herum: Muammer Yildiz würde an der internationalen Erfindermesse in Genf ausstellen. Viele reisten eigens an, auch die Herausgeber des NET-Journals und Dr. Jorge Duarte aus den Niederlanden.
Eine „Verzweiflungstat“
So nannte das NET-Journal den Messeauftritt, und es begründete das auch. Monatelang hatten Yildiz’ Mitarbeiter versucht, Universitäten für unabhängige Tests zu gewinnen. Drei zeigten Interesse – doch das Vorhaben scheiterte daran, dass der Erfinder den Professoren keinen Einblick ins Innere des Motors geben wollte. Als dann eine Einladung des türkischen Erfinderverbands kam, nahm Yildiz sie an.
In Genf standen zwei Prototypen. Einen davon kannten die Redaktoren bereits von der Exklusivdemo bei Nürnberg im Jahr 2008. Nach Angaben des Erfinders waren inzwischen Langzeittests mit einer Dauerlast von 500 Watt gelaufen. Duarte, der den Motor 2010 im geöffneten Zustand gesehen hatte, bestätigte gegenüber den Redaktoren, dass darin weder eine Batterie noch ein Antriebsmotor verbaut war.
Am Stand trafen sich bekannte Namen der Szene, darunter Sterling D. Allan vom Portal PESWiki und mehrere Abonnenten aus den Niederlanden, die nur wegen Yildiz angereist waren.
Ein bekanntes Problem
Rückblickend erwähnte das NET-Journal 2015 eine Schwäche, die auch in Genf sichtbar wurde: Bei rund 2.000 eingebauten Magneten löste sich immer wieder einer aus seiner Halterung, und der Motor blieb stehen.
Einordnung
Genf brachte Öffentlichkeit, aber keinen Nachweis. Der entscheidende Schritt – eine Prüfung durch eine unabhängige Stelle mit vollem Einblick in den Aufbau – scheiterte 2013 am Erfinder selbst. Duartes Aussage, der Motor sei batteriefrei, ist ein wichtiges Zeugnis eines Fachmanns, ersetzt aber keine dokumentierte Messung unter kontrollierten Bedingungen.
Die Reihe: Yildiz-Magnetmotor im NET-Journal
- 2010: Von der Exklusivdemo 2008 bis Delft
- 2013: Auftritt an der Genfer Erfindermesse (dieser Beitrag)
- 2015: Ein 5-kVA-Generator zum Vorbestellen
- 2019: Der 7,5-kW-Test in Belluno
- 2023: Neue Präsentation in Izmir und ein Messkonzept
Quellen: NET-Journal (Jupiter-Verlag) 5/6 2013, S. 12–14; 7/8 2015, S. 25. Text und Schema: GAIA Redaktion.
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