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Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde

Warum vergeuden wir die Talente unserer Kinder?

Jedes Kind ist talentiert! Wir leisten uns allerdings ein völlig veraltetes Schulsystem, das Talente selten erkennt und noch seltener fördert. Die Feinde des talentierten Schülers sind all jene, die sich mit dem ungemein niedrigen Anspruch an unsere Schulen zufrieden geben und jede Reform blockieren. Sie zerstören die Talente unserer Kinder und werfen viele von ihnen chancenlos ins Leben.

 Dieses Buch ist völlig neu, obwohl es bereits vor mehr als zehn Jahren das erste Mal veröffentlicht wurde. Andreas Salcher hat es komplett überarbeitet. Das Buch entlarvt die ewigen Feinde des talentierten Schülers. Und es zeigt, wie man sich die Freude am Lernen trotzdem nicht verderben lassen muss.

Mit Sachverstand und Humor erklärt Andreas Salcher, wie wir Schulen zu Orten machen könnten, wo unsere Kinder jeden Tag mit Freude lernen. Es gibt einen Weg vom vergeudeten zum geretteten Talent. Jeder kann ein Freund des talentierten Schülers werden.

So lautet die Kurzbeschreibung des Buches bei Amazon. Der Bildungskritiker Andreas Salcher, begann seine Laufbahn als ÖVP-Politiker und berät seit 25 Jahren große internationale Firmen im Bereich Human Resources. Während seiner Tätigkeit als Schüleranwalt bei der Tageszeitung KURIER lernte er die Nöte und Sorgen der Schüler aus erster Hand kennen und beschreibt sie in seinen Büchern daher sehr anschaulich. Auch sein Mantra, dass in jedem Schüler förderungswürdige Talente stecken, ist zweifellos wichtig und richtig. Wenn es um praktische Lösungsvorschläge geht, reiht sich Salcher aber leider nahtlos ein in den Chor der Bildungsexperten, die seit Jahrzehnten das gleiche fordern: Mehr Geld, bessere Lehrerausbildung, mehr Frühförderung, mehr Schulfächer, mehr Unterrichtsmaterialien, mehr Computer, Ganztagsschule für alle, kürzere Ferien. Damit untermauert Salcher die weit verbreitete Illusion, das Schulsystem wäre von oben reformierbar, indem noch mehr Geld investiert und noch mehr vom Gleichen getan wird.

Die Realität spricht jedoch eine andere Sprache:

  • Schon jetzt liegen die Bildungsausgaben in Österreich um 42% über dem EU-Durchschnitt,
  • Kinder kommen immer früher in Betreuungseinrichtungen,
  • die Lehrerausbildung wurde verlängert,
  • die Zahl der Ganztagsschulen steigt,
  • immer mehr Schulen werden mit Computern ausgestattet usw.,
Die Ergebnisse lassen weiterhin zu wünschen übrig:

  • Jeder Fünfte kann nach 8 Jahren Schule nicht Sinn erfassend lesen,
  • 42% erfüllen nicht einmal die Mindestanforderungen in Mathematik,
  • 24,6% sind psychisch mittel bis schwer belastet,
  • Mobbing- und Burnout-Raten sind besorgniserregend hoch.

Statt über die ewigen (?) Feinde des talentierten Schülers zu schreiben und die immer gleichen Forderungen an den Staat zu richten, hätte sich Salcher für die vielen Bildungsinitiativen innerhalb und außerhalb des öffentlichen Schulsystems einsetzen können, wo Kinder schon heute zu gesunden, kreativen und selbstbewussten Menschen heranwachsen. So verschieden sie sind, weisen sie doch einige Gemeinsamkeiten auf:

  • Alle diese Initiativen kommen von unten!
  • Sie beruhen alle auf dem persönlichen Engagement einzelner Eltern und LehrerInnen,
  • orientieren sich nicht an Standards und Rankings,
  • sondern setzen tatsächlich auf Selbstbestimmung, Verantwortung und individuelle Entfaltung der Kinder.
  • In der Gründungsphase hatten sie alle mehr oder minder hohe bürokratische Hürden zu überwinden,
  • die meisten von ihnen müssen mit sehr wenig Geld auskommen.
Der Staat hütet eifersüchtig sein Bildungsmonopol und verhindert die freie Bildungswahl, indem er private Projekte nicht oder kaum fördert. Salchers mächtige Kunden aus der Wirtschaft könnten das vielleicht ändern, würden sie auf diese Freunde des talentierten Schülers endlich einmal aufmerksam gemacht…?

Titelbild by Irina Murza on Unsplash

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